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Festung Rastatt

Auf dem Wiener Kongress waren Luxemburg, Landau und Mainz zu Bundesfestungen erklärt worden. Zum Schutze von Süddeutschland sollte mit Hilfe der von Frankreich zu zahlenden Kriegsentschädigung eine vierte Bundesfestung ausgebaut werden. In Frage kamen Ulm und Rastatt. Da man sich lange nicht auf eine von beiden einigen konnte, beschloss die Bundesversammlung in Frankfurt schließlich 1841 beide Festungen auszubauen. 1866 stellten Baden, Österreich und Preußen die Festungsbesatzung. Festungskommandant war der österreichische Generalmajor v. Schulz, Kommandeur des preußischen Füsilier Regiments Nr. 34 Oberst v. Schmeling. Beide waren miteinander sehr befreundet und verabschiedeten sich mit Paraden ihrer Truppen vor dem Ausmarsch zum Kriegsschauplatz. Bei Königgrätz fiel General v. Schulz mit seinem Adjutanten, Oberleutnant v. Moser, einem Württemberger, durch eine preußische Granate. Kurz danach kam Oberst v. Schmeling mit seinem Regiment an die Stelle und ließ die Freunde aus Rastatt bestatten.