Sie sind hier: Ausstellungen / Sonderausstellungen

Sonderausstellungen (Überblick)

 

VORANKÜNDIGUNG

 

 

„Die kahlen, kalten Berge…“ – Der Erste Weltkrieg im Alpenraum, die Deutsche Gebirgstruppe und das Württembergische Gebirgsbataillon

 

Sonderausstellung des Wehrgeschichtlichen Museums Rastatt vom 21. Oktober 2017 bis 15. April 2018

 

Im Herbst 2017 jährt sich zum 100. Mal eine der großen Schlachten des Ersten Weltkrieges - Am 24. Oktober 1917 begann die 12. Isonzoschlacht, die als ‚Wunder von Karfreit‘ oder auch ‚Katastrophe von Caporetto‘ bekannt wurde. Innerhalb weniger Tage gelang es den verbündeten Truppen Österreich-Ungarns und Deutschlands die italienischen Linien zu überrennen, nachdem zuvor ein erbitterter Stellungskrieg in den Alpen stattgefunden hatte.

Die Geschichte der Deutschen Gebirgstruppe ist eng mit den Kämpfen in den Alpen verbunden. Das Alpenkorps wurde während des Krieges im Mai 1915 aufgestellt, als man einen italienischen Angriff von Süden her befürchtete. In Württemberg und Bayern formierte man bereits im Dezember 1914 Schneeschuh-Kompanien, die später im Württembergischen Gebirgsbataillon und im Alpenkorps aufgingen. Dieser Geschichte spürt die Ausstellung nach und vereint einzigartige Objekte mit beeindruckenden Originalfotografien.

Nähere Informationen finden Sie, wenn Sie auf das Plakat oder hier klicken.

 

 

HYBRIS - Fotoarbeiten zu Krieg und Militarismus

Sonderausstellung des Wehrgeschichtlichen Museums Rastatt mit Harald Reusmann vom 02.07.2017 bis 17.09.2017

 

Nach dem Projekt 'Ypern mon amour', das 2014 mit großem Erfolg in Deutschland und Frankreich ausgestellt wurde, ist HYBRIS nun das zweite Kunstprojekt des Fotografen Harald Reusmann was sich mit den Themen Krieg und Propaganda auseinandersetzt.

HYBRIS ist zugleich ein Ausstellungs- und Buchprojekt. Die Buch-Doppelseiten zeigen jeweils eine Abschrift einer Feldpostkarte aus der Zeit des Ersten Weltkrieges im Zusammenspiel mit einer Fotomontage, in die dieser Text als gestalterisches Element eingearbeitet ist. Es kommt so zu einem Wechselspiel zwischen Wort und Bild, welches sich nicht immer direkt auflöst und den Betrachter durchaus im Unklaren lassen soll. Die Fotomontagen verbinden Tierdarstellungen mit der Welt der Kriegspropaganda Anfang des 20. Jahrhunderts.

Der Titel HYBRIS bezieht sich auf eine grundmenschliche Eigenschaft: Übermut. Aus ihm erwächst der Realitätsverlust Einzelner, aus dem Konflikte entstehen. Durch die Verwendung von Tieren in den Fotomontagen, versucht der Künstler eben diese menschlichen Eigenschaften herauszuarbeiten und zu verdeutlichen.

Nähere Informationen finden Sie, wenn Sie auf das Plakat oder hier klicken.

Das Duell – Zweikampf um die Ehre

Fast schon seit Urzeiten trieben Begriffe wie Ehre, Mut und Männlichkeit erhitzte männliche Gemüter in ritualisierte Zweikämpfe. Ihre 'Hoch-Zeit' erlebte diese Form des Schlagabtausches im 18. und 19. Jahrhundert. Viele berühmte Persönlichkeiten - vom Dichterfürsten Alexander Puschkin bis zum Arbeiterführer Ferdinand Lassalle - starben beim Duell.

In einer ungewöhnlichen Sonderausstellung bietet das Wehrgeschichtliche Museum interessante Einblicke in die wechselvolle Geschichte des Duellwesens vom 17. Jahrhundert bis in die Zeit des Zweiten Weltkrieges. Zusammen mit informativem Text- und Bildmaterial werden hier die Waffen gezeigt, die man in den ritualisierten Zweikämpfen verwendete: Kunsthandwerkliche Pretiosen mit einer spannenden Vergangenheit

Nähere Informationen auch wenn Sie auf das Plakat oder hier klicken.

Menschen im Krieg 1914-1918 am Oberrhein
Vivre en temps de guerre des deux côtés du Rhin 1914-1918

Sonderausstellung vom 28.04.2016 bis 26.06.2016 (verlängert bis 03. Juli 2016)

Zur Erinnerung an den Ersten Weltkrieg präsentiert das Wehrgeschichtliche Museum Rastatt eine vom Landesarchiv Baden-Württemberg und den Archives Départementales du Haut Rhin gestaltete deutsch-französische Wanderausstellung. In dieser grenzüberschreitenden, zweisprachigen Ausstellung wird eine Gesamtschau auf die Region am Oberrhein geworfen, die in den Jahren 1914 bis 1918 Kampfgebiet und Heimatfront zugleich war.

Nähere Informationen auch wenn Sie auf das Plakat oder hier klicken.

Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft - Offiziersgeschenke aus zwei Jahrhunderten

Sonderausstellung im Wehrgeschichtlichen Museum Rastatt vom 15.08.-22.11.2015

Offiziersgeschenke waren im langen 19. Jahrhundert fester Bestandteil der sozialen ‚Militärkultur‘. Der Beginn von Geschenken an Offiziere lässt sich bis ins erste Viertel des 19. Jahrhunderts zurückverfolgen. Meist wurden damals beliebte und verdiente ausscheidende Offiziere von ihren Kameraden mit einem Geschenk aus dem Regiment verabschiedet. Aber auch Dienstjubiläen und runde Geburtstage wurden mit solchen Geschenken gewürdigt.

Nähere Informationen finden Sie hier.

 

Lebendiger Orden mit großer Tradition. Die Geschichte des Deutschen Ordens 1190 bis heute

 

Eine Wanderausstellung des Deutschordensmuseums Bad Mergentheim im Wehrgeschichtlichen Museum Rastatt vom 04.06.-26.07.2015

 

Die Wanderausstellung „Lebendiger Orden mit großer Tradition – Die Geschichte des Deutschen Ordens 1190 bis heute“ stellt die über 800-jährige Geschichte des Deutschen Ordens mit ihren Schwerpunkten im Heiligen Land, im Mittelmeer- und Ostseeraum, im Römischen Reich, dann in den Österreichischen Erblanden und dem heutigen Europa dar.

Wussten Sie beispielsweise, dass Konrad Adenauer, Otto von Habsburg, Joachim Kardinal Meisner, Edmund Stoiber, Franz Josef Strauß und Carl Herzog von Württemberg eine Gemeinsamkeit haben? Sie alle waren oder sind Ehrenritter oder Familiaren des Deutschen Ordens.

Der Deutsche Orden wurde 1190 während des dritten Kreuzzuges im Heiligen Land gegründet. Im 13. Jahrhundert erhielt der Orden großen Besitz im Mittelmeerraum, im Römischen Reich und im Gebiet des späteren Ost- und Westpreußens sowie in Livland. Heute wirkt der  Deutsche Orden mit Brüdern, Schwestern, Familiaren und Oblaten im sozialkaritativen Bereich. Generaloberer ist der Hochmeister, sein Sitz befindet sich in Wien. Ordensprovinzen im Jahr 2011 bestehen in Deutschland, Österreich, Italien, Tschechien, der Slowakei, in Slowenien und in Belgien. 

 

"Malerische" Kriegsbilder vom Hartmannsweilerkopf. Der Erste Weltkrieg in den Vogesen und am Oberrhein 1914/15

Eine Ausstellung des Wehrgeschichtlichen Museums Rastatt vom 28.11.2014 bis 26.04.2015 (verlängert bis 17.05.2015)

 

Der Hartmannsweilerkopf, der HK oder HWK wie ihn die Soldaten damals nannten, ist ein Schlachtfeld des Ersten Weltkrieges, um das wegen seiner strategisch wichtigen Lage heftige Kämpfe stattgefunden haben. Von hier aus waren weite Teile des Rheintales beherrschbar. Unzählige deutsche und französische Soldaten sind hier gefallen. Der HK ist heute Denkmal und nationaler französischer Erinnerungsort.Die Weltkriegs-Front im Elsass und den Vogesen steht im Mittelpunkt der Ausstellung des Wehrgeschichtlichen Museums. Traditionell bedingt galt der Geschichte des XIV. und XV. Armeekorps sowie ihrer Ersatzformationen – das heißt den im Großherzogtum Baden und den in den Reichslanden Elsass-Lothringen stationierten Verbänden – die besondere Aufmerksamkeit des damaligen Badischen Armeemuseums und heutigen WGM. Abseits des Kampfes gab es auch seltene Phasen der Ruhe, in denen Bilder und Eindrücke des Kriegsschauplatzes entstanden sind. Neben den vielen privaten Fotozeugnissen sind besonders die Postkarten des Stuttgarter Farbfotografen Hans Hildenbrand hervorzuheben, der am Hartmannsweilerkopf als ‚Kriegsfotograf‘ wirkte. Seine Bilder werden in der Ausstellung in einem zeitgenössischen Rahmen gezeigt und mit den populären Medien der Zeit kontrastiert. Meist noch intensiver als im Medium von Film und Fotografie gelang es der Malerei, ein wirklichkeitsnahes und aufwühlendes Bild vom zermürbenden, abstumpfenden und demoralisierenden Grabenkrieg aufzuzeigen. Ein herausragender Künstler dieses Genres war Martin Frost, der ab 1915 auch an der Front im Elsass und in den Vogesen als Kriegsmaler im Einsatz war.Neben eine Vielzahl von bisher noch nie gezeigten Fotografien aus der umfangreichen Sammlung des Wehrgeschichtlichen Museums werden in der Ausstellung verschiedenste militärhistorische Objekte zu sehen sein, die das Leben der Soldaten an der Front und die Kämpfe dokumentieren. Darunter beispielsweise Uniformen, Ausrüstungsgegenstände und Erinnerungsstücke. Die Sonderausstellung ergänzt den Ausstellungsbereich Erster Weltkrieg, der als Teil der Dauerausstellung ebenfalls besichtigt werden sollte und im Eintrittspreis enthalten ist.

Nähere Informationen bekommen Sie, wenn Sie auf das Ausstellungsplakat klicken.

 

Frieden für Europa. 300 Jahre Rastatter Frieden 1714 – 2014

Peace was made here. The Treaties of Utrecht, Rastatt and Baden 1713-1714

 

Ein Multinationales Projekt des Centraalmuseums Utrecht,
des Wehrgeschichtlichen Museums Rastatt,
der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden Württembergs,
des Stadtmuseums Baden (CH) und der Fundación Carlos de Amberes (Madrid)

Ausstellungszeitraum in Rastatt
07. März bis 15. Juni 2014

Nähere Informationen bekommen Sie, wenn Sie auf das Ausstellungsplakat klicken.

 

Klein aber fein – Waffenminiaturen aus drei Jahrhunderten

Eine Ausstellung des Wehrgeschichtlichen Museums Rastatt vom 21.09.2013 bis 12.01.2014

Das Wehrgeschichtliche Museum zeigt in einer einzigartigen Sonderausstellung ein großes Spektrum an technisch und künstlerisch hochwertigen Miniaturwaffen aus verschiedenen Jahrhunderten und Kulturkreisen.
Einen Schwerpunkt der Ausstellung bilden die legendären Waffen des „Wilden Westens“ mit einer Vielzahl verschiedener Colt-Revolver und Derringer-Modelle.

Nähere Informationen bekommen Sie, wenn Sie auf das Ausstellungsplakat klicken.

 

Das Eiserne Kreuz in der deutschen Geschichte

Im Jahr 2013 jährt sich die Stiftung des Eisernen Kreuzes zum zweihundertsten Male. Dieser Orden nimmt eine besondere Stellung in der Geschichte der militärischen Auszeichnungen der verschiedenen deutschen Armeen ein. Noch heute begegnet den Soldaten der Bundeswehr täglich das Eiserne Kreuz als Hoheitsabzeichen auf den Fahrzeugen der Bundeswehr. Dabei ist die Stiftung des Eisernen Kreuzes und seine Tradition eine durchaus unverfängliche. Als 1813 in Deutschland die allgemeine Erhebung gegen die napoleonische Herrschaft begann, stiftete der preußische König Friedrich Wilhelm III. einen besonderen Orden, das Eiserne Kreuz (genannt EK).

Die Veranstaltung im Oktober 2013 widmet sich aus Anlass des 200. Jahrestages der Völkerschlacht von Leipzig dem Eisernen Kreuz in der deutschen Geschichte. Der Militärhistoriker und Autor Dr. Guntram Schulze-Wegener wird auf spannende Weise in die Thematik einführen. In einer temporären Ausstellung im Foyer des Museums werden ausgewählte Objekte zu sehen sein, die den Vortrag ergänzen. Weitere Informationen auch hier.

Namen – Bilder – Schatten. Treibgut der wilhelminischen Marine bis 1918 in Baden und Württemberg

Eine Ausstellung des Wehrgeschichtlichen Museums Rastatt vom 28.07.2012 bis 28.10.2012 (verlängert bis 13.01.2013)


„Deutschlands Zukunft liegt auf dem Wasser.“ Das war der griffige Slogan, mit dem unter Kaiser Wilhelm II. ein gewaltiges maritimes Aufrüstungsprogramm in Angriff genommen wurde. Die Armee war im deutschen Kaiserreich nach 1871 eine Selbstverständlichkeit.
Der Aufbau einer Flotte, die Weltgeltung beanspruchen wollte, dagegen nicht. Ein solch gewaltiger Ausbau der Marine musste den herrschenden Eliten und den Steuerzahlern „verkauft“ werden. Es wurde eine bis dahin beispiellose Marketingkampagne entfacht. Die Flottenpropaganda wurde zum Sinnbild einer ganzen Epoche deutscher Geschichte. Mit subtilen Mitteln bemühte man sich besonders um Akzeptanz im Süden Deutschlands.

Ein Weg dazu war es, Schiffe nach Herrschern und Dynastien sowie Ländern und Städten zu nennen. Namensgeber rechneten es sich als hohe Ehre an, Patenschaften zu den nach ihnen benannten Schiffen zu unterhalten. Manch eine Stadt war froh ihren Namen auf den Wogen zu wissen. Schiffe mit Namen „Markgraf“, „Zähringen“, „Baden“ und „Karlsruhe“ repräsentierten das Großherzogtum Baden in den Flottenlisten.
Die Ausstellung wird selten gesehene Fotos zeigen: Beispiele von kaum bekannten Marinefotografen. Blätter aus verschiedenen zeitgenössischen Kunstmappen machen deutlich, wie sich Künstler in den Dienst der Flottenpropaganda stellten. Bilder von der Marine waren in der Alltagskultur stets präsent, wie Postkarten, Alben für Sammelbilder, Schulwandkarten und Werbung mit maritimen Themen dokumentieren. Wissenschaftliche, populär-wissenschaftliche und bekannte Marineliteratur ergänzen die Schau.

Nähere Informationen bekommen Sie, wenn Sie auf das obige Ausstellungsplakat klicken.

"Very british" Englische Reise- und Taschenpistolen 1700 - 1840

Eine Ausstellung des Wehrgeschichtlichen Museums Rastatt vom 08.10.2011 bis 22.01.2012

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen – vorausgesetzt, er kehrt wohlbehalten zurück. Selbstverständlich war das nicht, denn die Straßen und Reisewege im England des 18. und frühen 19. Jahrhunderts waren ein gefährliches Pflaster. So schrieb der Schriftsteller Henry Fielding 1749 in einem Brief: „Es wimmelt allenthalben von Beutelschneidern, Taschendieben, Ein-brechern und Straßenräubern. Die verwegensten Desperados be-geben sich zu Pferde mit mehreren geladenen Pistolen im Halfter, einzeln oder in Banden auf die dünn frequentierten Landstraßen und plündern Passanten und Reisekutschen aus. Ein anständiger Mensch muss selbst am hellen Mittag so reisen, als wenn er in die Schlacht zieht.“

Nähere Informationen bekommen Sie, wenn Sie auf das obige Ausstellungsplakat klicken.

Insignien eines Feldmarschalls – August von Mackensen (1849-1945)

Sonderschau zum Internationalen Museumstag 2011 im Foyer des Museums (vom 15.05.-22.05.2011 )

August von Mackensen wurde im Jahr der Niederschlagung der Revolution von 1848/49 als Sohn eines Gutsverwalters in der Nähe von Wittenberg geboren. Nach der Teilnahme am Krieg 1870/71 wollte er zunächst studieren. Nach zwei Jahren Studium in Halle an der Saale ging Mackensen wieder zur Armee zurück und machte dort bei der Kavallerie eine beeindruckende Karriere. Kaiser Wilhelm II. förderte den umgänglichen aber auch ehrgeizigen Kavalleristen, so dass dieser 1899 geadelt und anschließend zum Kommandierenden General des XVII. Armeekorps ernannt wurde. Während des Ersten Weltkrieges errang er mit der Schlacht bei Gorlice und Tarnów einen der größten militärischen Erfolge des Krieges.Am 22.06.1915 wurde er zum Generalfeldmarschall ernannt. Damit hatte er den höchsten militärischen Rang erreicht.

Äußeres Zeichen der Würde eines Generalfeldmarschalls war der Marschallstab. Ab 1850 führten in Preußen die Generalfeldmarschälle nachweislich einen Stab. Im Jahre 1900 wurde der schwere und aufwendige Marschallstab durch einen handlicheren und schlichteren Interimsstab ergänzt. Seitdem wurde der Marschallstab vorwiegend zum Paradeanzug, der Interimsstab zum Dienstanzug getragen.

In der Sonderschau des WGM sind für kurze Zeit u.a. der Marschallstab und der Interimsstab (für den gewöhnlichen Dienst) zu sehen. Daneben Fotografien und Erinnerungsstücke aus dem Umfeld des „Husarenvaters“, wie er in der Bevölkerung häufig genannt wurde. Nähere Informationen finden Sie in der Rubrik Ausstellungen/ Sonderausstellungen oder wenn Sie auf die obige Abbildung klicken.

Mythos Blitzkrieg. „Das überschreitet die Grenzen der Vernunft” – Der Westfeldzug 1940

Eine Ausstellung des Wehrgeschichtlichen Museums Rastatt und des Deutschen Panzermuseums Munster vom 29.04.2011 bis 17.07.2011

Die Kämpfe in Frankreich, Belgien und den Niederlanden werden immer noch mit dem Begriff „Blitzkrieg“ assoziiert. Der Begriff suggeriert, dass eine revolutionäre Strategie von einer hochmodern ausgerüsteten Wehrmacht umgesetzt wurde, während die Alliierten aus Dummheit und Mangel an modernen Waffen von Anfang an zur Niederlage verurteilt waren.
Die Sonderausstellung „Mythos Blitzkrieg“ will hingegen den Besuchern den neusten Stand der historischen Forschung vermitteln. Hier fällt das Urteil deutlich kritischer aus. Der deutsche Angriff war zwar erfolgreich, aber eine hochriskante Notlösung, die nur aus einer strategischen Schwäche heraus überhaupt versucht wurde. Die deutsche Armeeführung hatte in weiten Teilen ein ähnliches Kriegsbild wie die Alliierten und die Wehrmacht selber unterschied sich im Sommer 1940 in der Masse kaum von der Armee des Jahres 1918. Die Alliierten verfügten über mehr und besseres Gerät. Die Operation drohte mehrmals zu scheitern und nach Abschluss der Kämpfe weigerte sich die Wehrmacht, den neuen Begriff zu benutzen, weil sie ihn für irreführend hielt.

Der inhaltliche Kern der Ausstellung besteht aus jeweils 2-4 Tafeln mit Texten, Fotos, Diagrammen und Karten, die sich mit acht verschiedenen Themenbereichen beschäftigen. Ergänzt und anschaulich dargestellt wird dieser Teil durch eine Vielzahl von Exponaten aus den Sammlungen des Wehrgeschichtlichen Museums, des Panzermuseums Munster, des Musée Guerre et Paix en Ardennes (Novion) und weiterer Leihgeber.

Vom Frühschoppen bis zum Zapfenstreich. Verzinnte Bierkultur von Babylon bis zur Stiftungsbrauerei Franz

Eine Ausstellung des Wehrgeschichtlichen Museums Rastatt vom 09.10.2010 bis 12.03.2011

Eine Sonderausstellung im Wehrgeschichtlichen Museum, Schloss Rastatt widmete sich dem Thema: Hopfen, Malz und Bier in einer chronologischen aufgebauten Dioramen-Schau mit 30mm Zinnfiguren. Zum einen wird die allgemeine historische Entwicklung des Bierbrauens präsentiert: Vom Diorama Bierbrauen im Altertum, „Als das Bier zu laufen begann“ bis in unsere heutige Zeit mit Kulmbach, als einem Zentrum der Bierfans und Zinnfigurensammler. Der lokale Bezug in Rastatt bietet sich mit den noch bestehenden Brauereibetrieben die zu den Hochzeiten des Bierbrauens im ausgehenden 19. Jahrhundert über 35 Stück zählten.
Ein zweiter Schwerpunkt greift die enge Affinität von Bier und Militär auf. Auch hier wird der Museumsbesucher an einem chronologischen Gerüst durch die Geschichtchen in der Geschichte des Bieres und seines Konsums durch Soldaten geführt. Eckpunkte der Darstellung beginnen mit der Darstellung des Braurechts in Babylon und führen bis zur „Lili-Marlene Szene“ vor das Kasernentor mit Schilderhaus, wenn man so will auch in der Garnisonstadt Rastatt.

Von Kaiser zu Kaiser. Erinnerungen an den Deutsch-Französischen Krieg 1870/71

Eine Ausstellung des Wehrgeschichtlichen Museums Rastatt vom 31.07.2010 bis 31.10.2010

Der Deutsch-Französische Krieg 1870/71 steht im Mittelpunkt der diesjährigen Sonderausstellung des Wehrgeschichtlichen Museums Rastatt. Vom 31. Juli bis 31. Oktober lautet das Thema „Von Kaiser zu Kaiser – Erinnerungen an den Deutsch-Französischen Krieg“. Die Ausstellung bringt die bedeutende Rolle dieser Auseinandersetzung für das deutsch-französische Miteinander und die Weltgeschichte zum Ausdruck. Das Motto der Ausstellung lautet deshalb "Von der Feindschaft zur Freundschaft". Denn in der Erinnerung der deutschen und französischen Bevölkerung überschatten die Ereignisse des Ersten und Zweiten Weltkriegs dieses historische Ereignis. Weitere Informationen finden Sie hier.

Vom leibeigenen Bauernbub zum napoleonischen General. Das Leben Johann Michael Geithers (1769-1834)

Eine Ausstellung des Wehrgeschichtlichen Museums Rastatt in Zusammenarbeit mit dem Heimatverein Ubstadt-Weiher vom 17.12.2009 bis 23.02.2010

Der in Ubstadt bei Bruchsal geborene Johann Michael Geither hat es in seinem abenteuerlichen Leben zu höchsten militärischen Ehren gebracht. Seit 1784 diente er in der französischen Armee und stieg bis 1798 zum Bataillonschef auf. Napoleon wurde auf die Führungsqualitäten des jungen Offiziers aufmerksam und übertrug ihm immer größere Aufgaben. 1811 brachte er es bis zum General. Bei der Schlacht an der Beresina verlor er einen Arm. Als überzeugter Anhänger Napoleons verteidigte er die Festung Landau in der Pfalz noch bis zum Herbst 1815. Er starb 1834 in Geinsheim.

Gang durch die Geschichte

75 Jahre Wehrgeschichtliches Museum und 50 Jahre Vereinigung der Freunde des Wehrgeschichtlichen Museums Schloss Rastatt e.V.

Sonderausstellung 75 Jahre WGM und 50 Jahre Vereinigung der Freunde des WGM
Ausstellung vom 17. Juli 2009 bis 31. Oktober 2009

Seit nunmehr 53 Jahren ist das Wehrgeschichtliche Museum im Rastatter Schloss beheimatet. Doch unter anderen Bezeichnungen und an anderen Orten bestand die Sammlung militärhistorischer Objekte schon weit länger.

Von 1934 bis zum Zweiten Weltkrieg hatte die Sammlung als Badisches Armeemuseum ihren Platz im Marstall des Karlsruher Schlosses. Nach Kriegsende wurde eine Vielzahl von Objekten durch französische Truppen beschlagnahmt, aufgrund der ausgezeichneten Kontakte des ersten Museumsleiters, Oberst a.D. Erich Blankenhorn, aber bald wieder zurückgeführt. Ihm ist auch die Neugründung als Badisches Historisches Museum 1949 im Baden-Badener Neuen Schloss zu verdanken. Der Umzug nach Rastatt fand erst 1956 statt. Nach der Übernahme durch das Bundesverteidigungsministerium 1969 erhielt das Historische Museum Schloss Rastatt den Namen Wehrgeschichtliches Museum.

Die Jubiläumsausstellung widmet sich dieser 75 jährigen Tradition als militärhistorisches Museum. Sie zeigt auf, wie Geschichte dargestellt wurde und unternimmt zu diesem Zweck eine Teilrekonstruktion ehemaliger Themenschwerpunkte. Lassen Sie sich mitnehmen auf eine kleine Zeitreise.


Martin Frost - Blick auf den Ersten Weltkrieg

Sonderausstellung Martin Frost - Blick auf den Ersten Weltkrieg
Ausstellung vom 15. Juni 2009 bis 20. Dezember 2009

Martin Frost ist einer der bedeutenden deutschen Kriegsmaler des Ersten Weltkrieges. Er vermittelt mit seinen Guaschen und Grafiken ein eindrucksvolles und sehr realistisches Bild des Kriegsalltages. Frost wurde 1875 in Breslau geboren und besuchte nach dem Breslauer Gymnasium bis 1894 die Breslauer Kunstakademie. 1899/1900 diente er als Einjährig-Freiwilliger in der Armee. Mit Ausbruch des I. Weltkrieges ging er als Kriegsmaler an die Ostfront. Ab Oktober 1915 diente er an der Elsaßfront, seit Januar 1916 als Kriegsmaler beim Stabe der 9. Reserve-Division zugewiesen. 1917 wurde ihm das Eiserne Kreuz II. Klasse verliehen. Nach dem Krieg arbeitete er zur politischen Situation in Berlin vorwiegend für Westermanns Monatshefte und die Leipziger Illustrierte Zeitung. 1928 verstarb er in Kampen auf Sylt.

Die Ausstellung im Wehrgeschichtlichen Museum zeigt einige seiner beeindruckendsten Arbeiten. Neben ca. 40 Originalguaschen und publizierten Bildern werden auch Uniformen und Ausrüstungsstücke der Weltkriegszeit gezeigt.


Markgräfin Sibylla Augusta und ihre Residenz

Sonderausstellung Markgräfin Sibylla Augusta und ihre Residenz
Ausstellung vom 12. Juli 2008 bis 21. September 2008

Eine Ausstellung der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württembergs und des Wehrgeschichtlichen Museums Rastatt im Barockschloss Rastatt. Das Wehrgeschichtliche Museum steuerte einen besonderen Ausstellungsteil unter dem Motto "Erinnerungen an den Türkenlouis" bei, derals Ergänzung zur Kernausstellung Sibylla Augusta zu sehen war. Das Erbe des Türkenlouis verdeutlichte die politische und militärhistorische Dimension vor und nach dem Tod des Markgrafen Ludwig Wilhelm von Baden-Baden im Jahr 1707. Hierbei wurde der Militärtaktik und Kriegführung des ausgehenden 17. Jahrhunderts ein besonderer Stellenwert eingeräumt. Verdeutlicht wurde das Kriegshandwerk jener Zeit beispielsweise an Hand von Gemälden, Dioramen und Waffen.

Der nach dem Tod des Markgrafen abgeschlossene Frieden von Utrecht, der den Spanischen Erbfolgekrieg beendete, stellte eine entscheidende Zäsur während der Regentschaft Sibylla Augustas dar. Nun konnte es endgültig an den Wiederaufbau der verwüsteten Markgrafschaft gehen. Im Vorgriff auf eine vorbereitete Ausstellungskooperation zwischen dem WGM und dem Centraalmuseum Utrecht werden hier erstmals Exponate zu dieser Materie gezeigt.

Der Ausstellungsteil des WGM integriert sich – sowohl räumlich wie inhaltlich – nahtlos in das Ausstellungskonzept der weiteren Exposition zur Markgräfin Sibylla Augusta.


Deutschlands Adler im Reich des Drachen – Deutschland und China im Zeitalter des Kolonialismus

Sonderausstellung Deutschlands Adler im Reich des Drachen – Deutschland und China im Zeitalter des Kolonialismus
Ausstellung vom 08. März 2008 bis 01. Juni 2008

Eine Ausstellung des Bundesarchivs Freiburg in Zusammenarbeit mit dem Wehrgeschichtlichen Museum Rastatt und dem Adelhausermuseum Freiburg vom 07.März - 01. Juni 2008 im Wehrgeschichtlichen Museum Rastatt.
1898 verpachtete die Qing-Dynastie dem Deutschen Reich die chinesische Bucht Kiautschou auf 99 Jahre. Der Vertrag wurde ähnlich gestaltet wie der im gleichen Jahr geschlossene Vertrag mit Großbritannien, welches Hongkong erst 1997 wieder in einer feierlichen Zeremonie an China zurückgab.
Das deutsche Pachtgebiet sollte zu einer Musterkolonie des deutschen Reiches ausgebaut werden, um Deutschlands Ansehen als Kolonialmacht zu stärken. Deshalb entstand in wenigen Jahren eine Stadt mit moderner Infrastruktur und lebhaftem Handel. Manche der damals gegründeten Unternehmen entwickelten sich bis in die Gegenwart zu großen Konzernen wie die Germania-Brauerei mit ihrem bis heute gebrauten und weltweit vertriebenen Tsingtau-Bier. Doch die Musterkolonie hatte auch Ihre Schattenseiten wie die damals in allen Kolonien übliche Rassentrennung.
Im Gegensatz zur britischen Kronkolonie Hongkong verlor Deutschland nach Ende des Ersten Weltkrieges seine Kolonie Kiautschou, die – von Japan besetzt – schließlich 1922 an China zurückgegeben wurde.
Die Ausstellung zeigt diese bewegte Geschichte an Hand einzigartiger Exponate von der Anlage zum chinesischen Pachtvertrag in klassischem Chinesisch über Schiffsmodelle des Kleinen Kreuzers "Karlsruhe" und einer chinesischen Dschunke bis hin zu zeitgenössischen chinesischen und deutschen Prunkgewändern und Uniformen.


1917. Jahr des Panzers. Beginn eines Mythos.

Sonderausstellung 1917. Jahr des Panzers. Beginn eines Mythos.
Ausstellung vom 15. September 2007 bis 3. Februar 2008
Verlängert bis zum 12. Mai 2008  
 

Die projektierte Ausstellung beschäftigt sich mit dem Aufkommen des Panzers als neues Waffensystem auf den Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs. Dabei wird vor allem das Jahr 1917 mit seinen „Panzerschlachten“ im Mittelpunkt der Ausstellung stehen. Sowohl die technischen Aspekten, wie auch die Einsatzkonzepte werden dabei mit betrachtet. 

Neben dem wehrtechnischen Schwerpunkt wird auch ein besonderes Augenmerk auf den „Mythos Panzer“ gerichtet. Dabei wird der Panzer als Thema der Propaganda, sowie als Kunstobjekt, die Ästhetik des Panzers, behandelt werden. Hierbei wird über den Ersten Weltkrieg hinaus der Blick auf weitere Kriege des 20. Jahrhunderts gerichtet.
Den Abschluss der Ausstellung bildet ein kurzer Überblick über den Einsatz von Panzern in den Konflikten der jüngsten Vergangenheit und der Gegenwart, sowie einen Ausblick auf die Zukunft des Panzers.
Neben Plänen, Zeichnungen und Modellen zeigt die Ausstellung u.a. den kleinsten Panzer des 2. Weltkrieges, einen sog. „Goliath“, der im letzten Jahr des Krieges durch Funk- oder Kabelsteuerung Sprengladungen in feindliche Stellungen lenken konnte.
Ein kleiner Begleitband aus dem Wehrgeschichtlichen Museum dienen dem Besucher als kleiner Führer durch die Ausstellung, sowie zur intensiveren Beschäftigung.


Los Desastres de la Guerra

Sonderausstellung „Los Desastres de la Guerra“ Ein Künstler sieht und verarbeitet die Schrecken des Krieges
Ausstellung vom 12.Mai bis 5. August 2007    

Auf seiner Reise durch Spanien von Madrid nach Saragossa 1808 muß Goya Schreckliches gesehen haben. Aus seinem sicheren Atelier am spanischen Hof war er nach Saragossa berufen worden. Im Auftrag des Generals Palafoux sollte der inzwischen 64-Jährige den bewiesenen Mut und die Heldentaten der Bürger von Saragossa im Kampf gegen die französischen Besatzer verewigen. Sein Weg führte den Künstler über Schlachtfelder und ausgestorbene Dörfer, die Resultat des Unabhängigkeitskrieges der Spanier gegen die Franzosen und die napoleonische Herrschaft waren. Diese grauenvollen Eindrücke verarbeitete Goya in seiner Serie Desastres de la Guerra, die er noch in diesem Jahr begann, jedoch erst in den 1820er Jahren beendete. Weiterhin fanden die große Hungersnot in Madrid von 1811 sowie die unter König Ferdinand VII. einsetzende Verfolgung der Liberalen und die damit verbundene Wiedereinführung der Inquisition bildlichen Eingang in Goyas Schreckensserie.
Zu Lebzeiten Goyas war an eine Veröffentlichung der Desastres nicht zu denken, erst 35 Jahre nach dem Tod des Künstlers erschien die erste Originalausgabe der 80 Radierungen.


Gestiftet, Geschenkt, Gekauft

Sonderausstellung „Gestiftet, Geschenkt, Gekauft“ – Ausstellung von Neuerwerbungen des Wehrgeschichtlichen Museums der vergangenen 10 Jahre   
Ausstellung vom 1. Dezember 2006 bis 15. April 2007  
 

Neuerwerbungen sind für ein Museum im Allgemeinen freudige Ereignisse, sind sie doch meist kleine oder große Erfolge am Ende der Bemühungen des Museums auf dem Gebiet der ersten und wichtigsten Museumsaufgabe, dem Sammeln. Ohne die vielfältigsten Verbindungen zu Institutionen und Privatleuten wäre diese Aufgabe nicht zu bewältigen, denn neben finanzieller Unterstützung zum Ankauf bestimmter Objekte sind sie auch immer Hinweisgeber und Entdecker für eben diese. Darüber hinaus ist der gute Ruf des Wehrgeschichtlichen Museums für den Sammler bis heute ein Kriterium, Objekte als Stiftungen oder Schenkungen dem Museum anzuvertrauen.   

Sonderausstellung „Gestiftet, Geschenkt, Gekauft“ – Ausstellung von Neuerwerbungen des Wehrgeschichtlichen Museums der vergangenen 10 Jahre kann der Besucher nun Einblick nehmen in dieses Tätigkeitsfeld des Museums. Über 150 Objekte zeigen in einer Auswahl das breite Spektrum des Sammelns. Der Bogen spannt sich vom Gemälde des 18. Jahrhunderts bis zur Uniform eines Bundeswehr-Generals.

Viele Objekte kommen in einem schlechten Zustand ins Museum, hier sind dann die Restauratoren gefragt, die dem Objekt seinen alten Glanz zurückgeben. Auch dies kann der Besucher vor Ort mitverfolgen. Schauen Sie werktags während der normalen Öffnungszeiten der Gemälderestauratorin Frau Welz-Spriestersbach bei Ihrer Arbeit an historischen Gemälden über die Schulter! Oder besuchen sie unsere Einführung in die restauratorischen Arbeiten mit Frau Welz-Spriestersbach und dem Waffenrestaurator Herrn Sunderer, die jeden 1.Sonntag im Monat um 15.00 Uhr angeboten wird.

Der Preis der neuen Krone

Ausstellung „Der Preis der neuen Krone " im Wehrgeschichtlichen Museum Rastatt vom 20. Mai bis 29. Oktober 2006     


Württemberg und Baden als Vasallen Napoleons – Der Rheinbund von 1806     
Im Juli 2006 wiederholt sich zum 200. Mal die Gründung des Rheinbundes. Diesem epochalen Umbruch, der mit der Französischen Revolution und dem Aufstieg Napoleons verbunden war, widmet sich das Wehrgeschichtliche Museum Rastatt in diesem Jahr mit einer Sonderausstellung. Gerade für Südwestdeutschland bedeuteten die Jahre zwischen 1794 und 1815 den tiefsten Einschnitt in die bisherige Geschichte. Die Herrscher von Württemberg und Baden, im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation Landesherren     
    unter vielen anderen, wurden zu König und Großherzog. Ihre aus vielen Teilen zusammengesetzten Gebiete wurden zu souveränen Staaten, die all die anderen bisher selbständigen Herrschaften in sich aufsogen. Mit dieser Entwicklung war ein großer Zuwachs an wirtschaftlicher Kraft und politischer Bedeutung verbunden. Sie wurden zu modernen Staaten mit eigener politischer und kultureller Identität, die im heutigen Bundesland Baden-Württemberg verbunden ist. Die Ausstellung rückt den „Preis“ ins Bewußtsein, den „die neuen Kronen“ und die „Modernisierung“ gekostet haben. Das entscheidende Element war die militärische Unterstützung Frankreichs. – Die reichen eigenen Bestände des WGM an überaus seltenen originalen Waffen und Uniformen, an Modellen und Gemälden zur südwestdeutschen Militärgeschichte dieser Zeit, die durch Einzelstücke aus weiteren Sammlungen ergänzt werden, erlauben hier eine „Nahperspektive“ auf Militär und Krieg der Jahre um 1806 aufzubauen, wie sie bisher noch nicht zu sehen war.

Geöffnet: Dienstag bis Sonntag von 9.30 bis 17.00 Uhr


"Von Napoleons Hut, dem Eisernen Kreuz und links, zwei, drei..." Aus dem Leben des Historikers Klaus-Peter Merta

Ausstellung "Von Napoleons Hut, dem Eisernen Kreuz und links, zwei, drei..." im Wehrgeschichtlichen Museum Rastatt vom 9. Juni bis September 2006     


Der Tod unseres geschätzten Kollegen Klaus-Peter Merta, der am 22. September 2005 inmitten seiner Arbeit viel zu früh aus unserer Mitte gerissen wurde, hat alle, die ihn kannten, sehr betroffen gemacht.

Als Sammlungsleiter des Deutschen Historischen Museums in Berlin, zuständig für die Bereiche Uniformen, Orden, Fahnen und militärische Grafik, konnte Klaus-Peter Merta sein in vielen Jahren erworbenes Fachwissen an geeigneter Stelle vielfältig einsetzen. Publikationen zu den verschiedensten militärischen Bereichen belegen dies eindrucksvoll und sind eine bleibende Erinnerung an ihn.
    
Dem Wehrgeschichtlichen Museum Rastatt war der Heereskundler auf vielfältigste Art und Weise über lange Jahre verbunden. Für die Probleme und Nöte des WGM’s hatte er immer ein offenes Ohr, war jederzeit zur Mithilfe bereit. Sein Engagement bei der Einrichtung der Studiensammlung Rang- und Dienstgradabzeichen im Sommer 2003 war beispielhaft und verdient besonderen Respekt. Zusammen mit seinem Freund und Kollegen Ingo Janke stellte er dem Wehrgeschichtlichen Museum eine große Menge an Sachzeugen als Dauerleihgabe zur Verfügung, die in nahezu einzigartiger Weise die Entwicklung der Rang- und Dienstgradabzeichen deutscher Truppenkontingente für den Zeitraum von der Heeresreform von 1808 bis zum Massenheer am Ende des Ersten Weltkriegs und darüber hinaus verdeutlichen.

Mit Klaus-Peter Merta hat das Wehrgeschichtliche Museum einen Freund und Förderer verloren. Die Erinnerung an ihn wird jedoch auch durch seine gesammelten Exponate, die im WGM ausgestellt sind und werden, immer lebendig bleiben.

Rastatt, im Juni 2006
Dr. Kai Uwe Tapken

Geöffnet: Dienstag bis Sonntag von 9.30 bis 17 Uhr


Ein Barockfürst zwischen Sonne und Halbmond

Ausstellung „Zwischen Sonne und Halbmond“ im Wehrgeschichtlichen Museum Rastatt vom 9. April bis 27. September 2005


Auf den Spuren des legendären Barockfürsten und Feldherrn Ludwig Wilhelm von Baden-Baden wandeln Besucher des Wehrgeschichtlichen Museums Rastatt im Rahmen der Sonderausstellung „Zwischen Sonne und Halbmond“ vom 9. April bis 27. September 2005. Anlässlich des 350. Geburtstags des im Volksmund „Türkenlouis“ genannten badischen Regenten  sind im Schloss Rastatt rund 250 hochwertige und exklusive Exponate in einzigartiger Zusammenstellung auf einer Fläche von rund 300 qm zu sehen.
 
Der Markgraf als Feldherr und Politiker
Der Bogen der Anschauungsobjekte spannt sich von Bildern, Modellen über Grafiken bis zu Realien aus seiner Zeit. Die passende Kulisse für die einmalige Sonderschau bildet das vom badischen Türkensieger von 1698 bis 1705 zum Regierungssitz umgebaute Rastatter Schloss. Hier, wo der Markgraf mit seiner Gattin Sybilla Augusta regierte, lässt das Wehrgeschichtliche Museum Rastatt die bewegende Geschichte des großen Helden wieder aufleben. Im Mittelpunkt steht die außergewöhnliche militärische Karriere des an allen europäischen Fürstenhöfen als Retter der Christenheit gefeierten „Türkenlouis“. Die umjubelten Siege gegen das Osmanische Reich krönten seine militärische Laufbahn. Informiert wird auf anschauliche Weise über Krieg und Kriegführung um 1700 sowie Bewaffnung und Organisation der Heere. Besucher erfahren aber auch viel über den Markgrafen als Menschen und das Leben von Soldaten und Zivilbevölkerung auf den unterschiedlichen Kriegsschauplätzen.

Ein Leben von Kriegen geprägt
Der in diesem Jahr gefeierte Markgraf Ludwig Wilhelm, dessen Taufpate und Namensgeber der Sonnenkönig Ludwig XIV. war, zählt zusammen mit Prinz Eugen von Savoyen, dem Herzog von Marlborough und Kurfürst Max Emanuel zu den bedeutendsten Feldherren des Barocks.

Der am 8. April 1655 in Paris geborene Ludwig Wilhelm trat bereits mit 19 Jahren in die kaiserliche Armee ein. Zeit seines Lebens sollte er fortan in die Wirren des Krieges verwickelt sein; insgesamt hatte der berühmte Feldherr an 20 Feldzügen, 25 Belagerungen und 13 Feldschlachten teilgenommen. Seinem politischen und militärischen Geschick war es wesentlich zu verdanken, dass die kleinen Reichsstände des deutschen Südwestens durch eine verstärkte Zusammenarbeit ihre schmalen Kräfte bündeln und im Konzert der europäischen Großmächte eine politisch aktive Rolle spielen konnten. Von europäischer Dimension ist auch der zweite Wirkungsraum des Markgrafen. In Ungarn und auf dem Balkan befehligte er die Kaiserliche Armee gegen das Osmanische Reich. Ein Konflikt, den das Aufeinanderprallen zweier Kulturen wesentlich mitprägte. Die Türken nannten den Markgrafen wegen seiner roten Unformjacke, die weit über die Schlachtfelder zu sehen war, den „Roten König“. Bei einem Gefecht am Schellenberg gegen die Franzosen zog sich Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden-Baden schwere Verwundungen zu, an denen er im Schloss Rastatt am 4. Januar 1707 starb. Aus seiner Ehe mit Sibylla Augusta gingen neun Kinder hervor, wovon jedoch nur drei das Erwachsenenalter erreichten.


Mit badischer Köpenickiade die Massen fasziniert

Ausstellung „Die Affäre Daubmann“ vom 21. Januar bis 27. März 2005 im Wehrgeschichtlichen Museum Rastatt

Es begann mit einer Bahnfahrkarte – und entwickelte sich zu einer der peinlichsten Affären am Ende der Weimarer Republik. Der 1932 (!) als vermeintlich letzter Kriegsheimkehrer gefeierte Oskar Daubmann zog Tausende mit seinen Erzählungen in seinen Bann. Er narrte all die, die aus nationalistischem Interesse den Geschichten über seine angebliche französische Kriegsgefangenschaft in Afrika glaubten. Wer sich über diese badische Köpenickiade und ihre Entlarvung am Vorabend der Naziherrschaft informieren und amüsieren möchte, sollte ab dem 21. Januar 2005 dem Wehrgeschichtlichen Museum in Rastatt einen Besuch abstatten. Bis zum 27. März zeigt dort die Ausstellung „Die Affäre Daubmann – eine badische Köpenickiade“ den Ablauf der pikanten Ereignisse anschaulich auf und ordnet die Ereignisse in die Stimmung der Zeit ein.

(FT) Viele Ausstellungsstücke können erstmals einer großen Öffentlichkeit präsentiert werden, so die Fahnen des von „Daubmann“ zur Publikation vorgesehenen Buches, das – als der Skandal ruchbar wurde – nicht mehr gedruckt wurde und ein Eintrag des „Daubmanns“ im Goldenen Buch der Stadt Sigmaringen; dazu werden handschriftliche Zeugnisse und die Beweise, anhand derer er schließlich überführt wurde, gezeigt. Schon früh zeigten sich die kriminellen Neigungen des als Karl Ignaz Hummel geborenen Schneiders. Angesichts von Massenarbeitslosigkeit und einer schwangeren Frau flieht Hummel Richtung Algerien, um Fremdenlegionär zu werden. Doch schon in Italien muss er umkehren; auf der Rückreise verwandelt sich Hummel in den Hochstapler Oskar Daubmann und fasziniert die badischen Massen mit seinen angeblichen Heldentaten beim Erzfeind Frankreich.

Die Ausstellung ist eine Projektarbeit des Seminars „Archivwesen“ (BOZ 7) am Institut für Geschichte der Universität Karlsruhe (TH) im Sommersemester 2004.


Zehntausende von Zinnfiguren lassen Geschichte wieder lebendig werden

Ausstellung „Große Schlachten der Weltgeschichte“ im Wehrgeschichtlichen Museum Rastatt vom 9. Juli bis 5. September 2004

Ob die weltberühmten Feldzüge von Alexander dem Großen, Hannibal, König Ludwig XV., Friedrich dem Großen, Napoleon oder Wellington und Blücher: im Miniaturformat sind die glorreichen Siege und vernichtenden Niederlagen der „Großen Schlachten der Weltgeschichte“ vom 9. Juli bis 5. September 2004 im Wehrgeschichtlichen Museum Rastatt zu bewundern.
    
Bis zu 6 x 4 Meter große Dioramen zeigen die berühmtesten Kämpfe von der Antike bis zur Neuzeit dreidimensional und detailreich. Über 26.000 handbemalte Zinnfiguren in farbenprächtigen Rüstungen und Uniformen sind im Feindeskampf mit Streitwägen, Kanonen und Geschützen aller Art zu sehen. Ganze 15 mm messen die filigranen Figürchen, die in liebevoller Kleinarbeit zu 18 Miniatur-Szenarien zusammengefügt wurden. Der Bogen der Ausstellung spannt sich von der Schlacht bei Marathon im Jahr 490 v.Chr. bis Waterloo im Jahr 1815 und dem Aufeinanderprallen von Deutschen und Franzosen bei Woerth-Froeschwiller am 6. August 1870. Besucher erhalten so einen Überblick über die Weltgeschichte, deren Verlauf häufig durch Schlachten bestimmt wurde.

Die Ausstellung „Große Schlachten der Weltgeschichte“ ist eine deutsch-französische Kooperation des Wehrgeschichtlichen Museums Rastatt und der „Association L’Histoire par la Simulation“.



Militärstadt Rastatt - Geschichte einer Garnision

Austellung vom 27. Juni - 22. Oktober 2003

 

 

 

 

 


Geschickte Illusion - erlebte Wirklichkeit

Ausstellung vom 04. Juli - 29. August 2003   
Kriegspostkarten im 1. Weltkrieg.

 

 

 

 


Die Kunst des Krieges lernen

Ausstellung vom 11. April - 22. Juni 2003
Die Entwicklung der Militärwissenschaften zwischen Renaissance und Aufklärung.

 

 

 

 

 


Von der Steinschlossflinte zum Repetiergewehr

Ausstellung vom 31. August - 8. Dezember 2002
Württembergische Waffenkonstruktionen im 19. Jahrhundert.