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Vom Frühschoppen bis zum Zapfenstreich
Bierkultur von Babylon bis zur Stiftungsbrauerei Franz

Sonderausstellung im WGM Rastatt vom 09. Oktober 2010 bis 13. März 2011

 

Eine Sonderausstellung im Wehrgeschichtlichen Museum, Schloss Rastatt wird sich ab 09. Oktober dem Thema: Hopfen, Malz und Bier in einer chronologischen aufgebauten Dioramen-Schau mit 30mm Zinnfiguren widmen. Zum einen wird die allgemeine historische Entwicklung des Bierbrauens präsentiert: Vom Diorama Bierbrauen im Altertum, „Als das Bier zu laufen begann“ bis in unsere heutige Zeit mit Kulmbach, als einem Zentrum der Bierfans und Zinnfigurensammler. Der lokale Bezug in Rastatt bietet sich mit den noch bestehenden Brauereibetrieben die zu den Hochzeiten des Bierbrauens im ausgehenden 19. Jahrhundert über 35 Stück zählten.

Ein zweiter Schwerpunkt greift die enge Affinität von Bier und Militär auf. Auch hier wird der Museumsbesucher an einem chronologischen Gerüst durch die Geschichtchen in der Geschichte des Bieres und seines Konsums durch Soldaten geführt. Eckpunkte der Darstellung beginnen mit der Darstellung des Braurechts in Babylon und führen bis zur „Lili-Marlene Szene“ vor das Kasernentor mit Schilderhaus, wenn man so will auch in der Garnisonstadt Rastatt.

Wer steht hinter dieser Sammlung und Darstellung? Es ist Peter Bach aus dem Weingebiet Heilbronn, der durch seine Vorliebe zu Bier schon vor 35 Jahren sein Spezialsammelgebiet startete: Die Darstellung der Geschichte des Bierbrauens mit Zinnfiguren. Auf die Frage: Warum er sich darauf eingelassen habe, sein Spezialthema nach vielen Sonderausstellungen in ganz Deutschland nun auch im Wehrgeschichtlichen Museum Rastatt zu präsentieren, entgegnet der 86 jährige lächelnd verschmitzt: „Das Militär interessiert mich nur, wenn es säuft“. Doch er selbst hat auch einen vormals beruflichen Hintergrund im Brauereigewerbe. Hier ist auch sein Interesse begründet Szenen und Einzelfiguren korrekt zu gestalten bzw. historisch verbürgt zu fassen. Jede Kopfbedeckung, jedes Kleidungsstück, jedes Accessoire soll stimmig wirken. Die Ausstellung wird ergänzt durch regionalhistorisch bedeutsame Stücke der Brauereien Franz und Hatz sowie durch Objekte rund um die „Pennälerverbindung Teutonia 1842 zu Rastatt“.

Vor der Kaserne,...
vor dem großen Tor...

 

"Es rostet die Schiene,
wenn das Rad nicht läuft,
trist wird des Mannes Miene,
wenn er ab und zu  nicht ein Bierchen säuft"

Ankündigung: Das Museum bietet am Samstag, den 09.10.2010 in den Schlossräumen des WGM von 10.30 bis etwa 17.00 Uhr einen Malkurs an, an dessen Ende eine Vitrinenfigur „Der Biertrinker“ mit nach Haus genommen werden kann. Der Malkurs wird einschließlich der Figur (100 mm) und den zum Bemalen benötigten Materialien 35,- € kosten und ist für Interessierte ab 14 Jahren geeignet. Die Teilnehmerzahl ist zunächst auf 20 Personen beschränkt. Anmeldungen bitte bis zum 07.10.2010 an das Wehrgeschichtliche Museum.