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Das Duell – Zweikampf um die Ehre

Eine Ausstellung des Wehrgeschichtlichen Museums Rastatt vom 13.08.2016 bis 11.12.2016

ACHTUNG: verlängert bis 19.02.2017!!

„Ich habe das Duellieren stets als ein versteinertes Überbleibsel einer vergangenen Epoche angesehen – unvereinbar mit den Prinzipien der Demokratie“, schrieb der Mitbegründer der deutschen Sozialdemokratie Ferdinand Lassalle. Dennoch konnte er sich einem Zweikampf um die verletzte Ehre nicht entziehen und wurde am 4. August 1864 durch die Kugel seines Gegners tödlich getroffen.

Duelle gehörten bis ins 20. Jahrhundert hinein fast zur alltäglichen Realität. Alle Bestrebungen der Duellgegner den mörderischen Zweikämpfen durch strenge Gesetze, moralische Entrüstung und sittliche Aufklärung Einhalt zu gebieten, waren vergeblich. Mit dem Niedergang der Monarchie und damit des Adelsstandes und des Offizierskorps nach dem Ende des 1. Weltkrieges, hat das Duellwesen seine soziale Funktion weitestgehend verloren. Geblieben ist die romantisch verklärte Faszination, mit der wir auf eine Zeit zurückblicken, in der Männer der gesellschaftlichen Oberschicht gezwungen waren, ihre Ehre mit der Waffe zu verteidigen. 

Kunsthandwerkliche Pretiosen.

In einer ungewöhnlichen Sonderausstellung bietet das Wehrgeschichtliche Museum interessante Einblicke in die wechselvolle Geschichte des Duellwesens vom 17. Jahrhundert bis in die Zeit des Zweiten Weltkrieges. Zusammen mit informativem Text- und Bildmaterial werden die Waffen gezeigt, die man in den ritualisierten Zweikämpfen verwendete.

 

Bis weit ins 18. Jahrhundert hinein bevorzugte man den Degen, der auch zum Erscheinungsbild des Mannes von Rang und Stand gehörte. Die populärsten Duellwaffen sind jedoch die Pistolen, die den Zweikämpfern größere Chancengleichheit gewährten. Zahlreich und verschiedenartig sind diese Waffen in der Ausstellung vertreten – von der frühbarocken Radschlosspistole bis hin zu den hoch spezialisierten Duellpistolen im Kasten mit Zubehör. Für den Ehrenmann war es ratsam, derartige Pistolen zu besitzen und sich in deren Gebrauch zu üben, denn er musste stets damit rechnen, eine Forderung zum Duell auszusprechen oder anzunehmen. Mit einigen interessanten Exponaten ist letztlich auch der außereuropäische Bereich vertreten.

Den Flyer zur Ausstellung können Sie hier herunterladen:

WGM_Das_Duell_Flyer.pdf