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Insignien eines Feldmarschalls – August von Mackensen (1849-1945)

Sonderschau zum Internationalen Museumstag 2011 im Foyer des Museums (vom 15.05.-22.05.2011 )

August von Mackensen wurde im Jahr der Niederschlagung der Revolution von 1848/49 als Sohn eines Gutsverwalters in der Nähe von Wittenberg geboren. Nach der Teilnahme am Krieg 1870/71 wollt er zunächst studieren. Nach zwei Jahren Studium in Halle an der Saale ging Mackensen wieder zur Armee zurück und machte dort bei der Kavallerie eine beeindruckende Karriere. Kaiser Wilhelm II. förderte den umgänglichen aber auch ehrgeizigen Kavalleristen, so dass dieser 1899 geadelt und anschließend zum Kommandierenden General des XVII. Armeekorps ernannt wurde.

Zu Beginn des Krieges 1914 wurde sein Korps in Ostpreußen eingesetzt. Nach anfänglichen Rückschlägen gelang es den Deutschen in der Schlacht bei Tannenberg den Russen eine empfindliche Niederlage zu bereiten. Im April 1915 wurde Mackensen zum Oberbefehlshaber der 11. Armee ernannt, welche ab dem 2. Mai bei Gorlice und Tarnów einen der größten militärischen Erfolge des Ersten Weltkriegs errang. In nur drei Monaten eroberte Mackensens Armee Russisch-Polen. Ende August 1916 bekam er die Führung über eine deutsch-österreichisch-bulgarisch-türkische Heeresgruppe übertragen, die an der Eroberung Rumäniens beteiligt war. Hier erlebte er auch das Ende des Krieges als Befehlshaber der Besatzungsarmee.

Mackensen in der charakteristischen Uniform der Totenkopfhusaren.

Nach dem Krieg wurde ihm aus der Unterstützung, die er von Wilhelm II. erfahren hatte, der Vorwurf gemacht, er sei ein „Hofgeneral“ gewesen, dem es am nötigen militärischen Geschick gemangelt habe. In der Weimarer Republik befürwortete er die Restauration der Monarchie. Wie viele andere seiner Zeit hoffte er dieses im Bündnis mit den Nationalsozialisten zu erreichen und ließ sich nach 1933 bereitwillig instrumentalisieren. Ob beim „Tag von Potsdam“ 1933 oder in Hitlers Begleitung während der Olympiade 1936, stets marschierte er in seiner charakteristischen Uniform der Totenkopfhusaren einträchtig mit den Vertretern der „neuen Zeit“ und symbolisierte somit die Verbrüderung mit der „alten Zeit“ des Kaiserreichs. Dass Hitlers aggressive Außenpolitik in den Untergang führen musste wollte oder konnte er nicht erkennen. Mackensen starb am 8. November 1945 in Burghorn, Niedersachsen.

 

Bild rechts: Generalfeldmarschall von Mackensen bei einem Besuch des Badischen Armeemuseums in Karlsruhe am 13.07.1937. Er wird gerade von Museumsleiter Oberst a.D. Blankenhorn begrüßt.

In der Sonderschau des WGM sind für kurze Zeit u.a. der Marschallstab und der sogenannte Interimsstab (für den gewöhnlichen Dienst) zu sehen. Daneben Fotografien und Erinnerungsstücke aus dem Umfeld des „Husarenvaters“, wie er in der Bevölkerung häufig genannt wurde.