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Studiensammlung

Militärmusik im Wehrgeschichtlichen Museum Rastatt

Anhand der Militärmusik läßt sich am sinnfälligsten – nicht nur für das Auge, sondern auch für das Ohr – zeigen, wie sich ein militärischer Teilbereich durch verschiedenen Einflüsse verändert und selbst wieder große Auswirkungen auf „zivile“ Gebiete hat. Dabei können die Gründe der Entwicklungsschübe unterschiedlichster Natur sein: technische, etwa der Instrumentenbau, innermilitärische, beispielsweise der Wechsel von der Lineartaktik zu Kolonnentaktik, der eine geänderte Signalgebung erforderte, soziale, so die Abschaffung der Privilegien der Feldtrompeter oder auch kulturelle, man denke an die Übernahme der Janitscharenmusik. Nicht vernachlässigt bleibt die wechselseitige und sehr fruchtbare Beziehung zwischen Kunstmusik und Militärmusik.

Da Musik primär ein Hörereignis und weniger ein Leseereignis ist, kann der Besucher auch anhand ausgewählter Musikbeispiele aus vier Jahrhunderten die Entwicklung der Militärmusik seit der Landsknechtszeit nachvollziehen. Zudem machen Querverweise auf Orte im allgemeinen historischen Durchgang aufmerksam, an denen die Militärmusik vorkommt. Anhand von Instrumenten, Uniformen, Effekten, Papier-, Zinn- und Elastolinfiguren und einer Vielzahl von Bildern werden die unterschiedlichen Ursprünge und Entwicklungen der Musik, der Musiker und der Musikkörper der verschiedenen Waffengattungen betrachtet.