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Verhältnis von Militär und Staat beleuchtet

Katalog zur Dauerausstellung im Wehrgeschichtlichen Museum vorgestellt


Von Ralf Joachim Kraft
Rastatt - Im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten zum 75. Geburtstag des Wehrgeschichtlichen Museums Rastatt und des 50-jährigen Bestehens der Vereinigung der Freunde des Museums hat sich jetzt ein lange gehegter Wunsch erfüllt: die Publikation eines Begleitbandes zur Dauerausstellung. Gestern haben WGM-Direktor Alexander Jordan sowie die beiden Autoren und Herausgeber, Joachim Niemeyer und Christoph Rehm, den 306 Seiten starken, mit 350 Fotos und 14 Karten reich bebilderten Katalog mit dem Titel „Das Wehrgeschichtliche Museum Rastatt - Militärgeschichte in Baden-Württemberg" bei einem Pressetermin im Museum vorgestellt.
Das Werk beleuchtet in Wort und Bild das Verhältnis Militär und Staat. Es bietet dem Leser laut Jordan Orientierungshilfe, einen einfachen Einstieg in die spannende Militärgeschichte vom ausgehenden Mittelalter bis zum Ende des Ersten Weltkriegs und zudem die Möglichkeit, den Museumsbesuch vor- und nachzubereiten. Inhaltlich umfasse der Katalog 400 Jahre europäischer Militärgeschichte mit Schwerpunkten auf Baden und Württemberg. Der zeitliche Schwerpunkt liege im 17. bis 19. Jahrhundert.
„Das ist der erste Katalog in Deutschland, der in einer solchen Größe die moderne Militärgeschichte präsentiert", berichtete Niemeyer stolz.
Entstanden sei ein exzellentes Werk, das die Anziehungs- und Strahlkraft der realen historischen Exponate museumspädagogisch fundiert aufarbeitet, ergänzte Jordan, der sich bei den Autoren für ihre viele Arbeit bedankte. Besonderer Dank gebühre auch der Vereinigung der Freunde des Museums, die das in einer Auflage von 2.000 Exemplaren und zum Preis von 20 Euro erhältliche Werk in Auftrag gegeben hatte. „Nur durch ihre tatkräftige Hilfe und finanzielle Unterstützung konnte dieser Katalog entstehen." Der Freundeskreis bilde „das Rückgrat unserer publizistischen Arbeit". In den leserfreundlich nach einer WGM-typischen „ Erkennungsmelodie" gestalteten Begleitband ist nach Aussage der beiden Autoren fast nur deutschsprachige Literatur aufgenommen worden. Geprägt sei der Katalog zum einen von der „veränderten Besucherstruktur im Museum" und zum anderen von einem „neuen Verständnis der Militärgeschichte", erläuterte Niemeyer. „Früher waren viele Besucher Soldaten und Kriegsteilnehmer. Heute stehen nicht mehr der Krieg oder die Krieggeschichte im Mittelpunkt. Viel wichtiger sind die für das Verständnis des Staates essentiellen Bezüge zur allgemeinen Geschichte." Daher sei der Begleitband interdisziplinär eingebettet in die Ereignis-, Gesellschafts- und Kulturgeschichte. Die Epochen würden weitaus stärker als früher in einem Gesamtzusammenhang gesehen und auch bedeutende heereskundliche Aspekte hervorgehoben.

Badische Neueste Nachrichten, 28.11.2009



Herz und Seele des WGM im Rastatter Schloss

Bereits im siebten Jahr gewährleisten ehrenamtliche Helfer, dass das Wehrgeschichtliche Museum auch wochentags offen ist


Von Sebastian Linkenheil
Rastatt - Das Wehrgeschichtliche Museum ist täglich (außer montags) geöffnet. Das war nicht immer so. Wegen Etatkürzungen hatte es seine Öffnungszeiten einst drastisch einschränken müssen. Sein ehemaliger Leiter Uwe-Peter Böhm wollte sich damit nicht abfinden und rief vor gut sechs Jahren eine Gruppe von Helfern ins Leben, die seitdem zu so etwas wie Herz und Seele des WGM geworden sind. Auch Museumsleiter Dr. Alexander Jordan weiß, dass er sich auf die Truppe verlassen kann.
"Es gibt nichts Gutes, außer man tut es", dieses Zitat von Erich Kästner liegt Böhm auf den Lippen, wenn er an die Anfänge des ehrenamtlichen Engagements für das Wehrgeschichtliche Museum denkt. 2003 wurden die allermeisten der bis dato 32 festen Stellen der WGM GmbH gestrichen. "Im kleinen Kreis haben wir überlegt, was wir tun können", erinnert sich Böhm. Das Schreckgespenst der Museumsschließung stand damals vor Augen. Über Mundpropaganda und Aufrufe in der Zeitung warb man um Menschen, die es sich vorstellen konnten, einen Teil ihrer Freizeit dem Haus und seinen Besuchern zu widmen.
Heute sind es 15 Männer, meist Rentner oder Pensionäre. "Von Anfang an war uns klar, dass wir die festen Kräfte im Museum letztlich nicht ersetzen können, doch unser Ziel war es, dieses Haus und seine Sammlungen für die Besucher zu erhalten", hält Böhm Rückschau. Natürlich geht es beim freiwilligen Einsatz im Museum darum, Aufsichtsdienste zu schieben. Aber das ist nicht alles. Die Helfer, alle an Geschichte und Geschichten interessiert, haben sich inzwischen viel Wissen angeeignet. "Wir wollen mit den Museumsgästen ins Gespräch kommen und Fragen beantworten", betont Böhm: "Die Ehrenamtlichen wissen aber auch, wo ihre Grenzen sind und wann der Fachmann Auskunft geben muss." Museumsführungen im strengen Sinn bieten die Ehrenamtlichen nicht an. Aber wenn sie gefragt werden, erzählen die Senioren gern, und das macht allen viel Spaß.
Einer von ihnen ist Adolf Helmuth Reichel, der seit drei Jahren "bei der Truppe" ist. Besonders gerne zeigt er Besuchern die etwas skurrile Abbildung eines türkischen Kriegskamels mit Pferdehufen und einer Kanone am Sattel. Mit Genuss erzählt er Anekdoten und freut sich über das große Interesse und die Geschichtskenntnisse gerade ausländischer Besucher. Fritz Maulbetsch ist ein "Mann der ersten Stunde". Er selbst bezeichnet sich als großen Geschichtsfan. Ebenfalls von Anfang an mit im Boot ist Peter Hauns, der bei Gästen aus dem Ausland mit seinen Fremdsprachenkenntnissen punktet. Das Mitglied des Historischen Vereins führt Interessierte übrigens auch durch Rastatts Festungskasematten und durchs Riedmuseum. "Es wäre eine große Schande für Rastatt gewesen, wenn man das Museum hätte schließen müssen", begründet er, wieso er mit Feuereifer bei der Sache ist.
Kein Wunder also, dass Alexander Jordan beim Sommerfest der Ehrenamtlichen viele Schultern klopft: "Immer wieder eine Freude ist es, zu sehen, wie der Laden zusammenhält", lobt er. Und: "In anderen Museen habe ich das auch schon anders erlebt." Jordan schätzt außerdem. dass durch den Kontakt zwischen Ehrenamtlichen und Besuchern eine Art Frühwarnsystem besteht, das auf Kritik von Gästen sofort reagieren kann. zum Beispiel falls Beschriftungen in der Ausstellung einmal zu klein gedruckt sein sollten.
In sein Lob schließt Alexander Jordan die Mitarbeiterinnen ein, die auf 400-Euro-Basis beim Museum beschäftigt sind. "Das sind ja eigentlich auch Ehrenamtliche - mit einer geringen Aufwandsentschädigung", findet Böhm.
Wer Lust hat, zu den WGM-Helfern dazuzustoßen, ist sehr willkommen.

Badisches Tagblatt, 04.09.2009

Stadt will sich weiter für Erhalt des WGM einsetzen

Festakt zum 75-jährigen Bestehen des Museums und zum 50-jährigen Bestehen des Freundeskreises mit klarem Bekenntnis


Rastatt (rws). "Dieses ist zwar ein 'altes' Museum, aber es ist jung geblieben!", so Friedhelm Klein, Vorsitzender der Vereinigung der Freunde des Wehrgeschichtlichen Museums (WGM) Rastatt, beim Festaktes [sic] im Ahnensaal der Barockresidenz. Während der Förderverein auf 50 Jahre seines Bestehens zurückblicken kann, reichen die Wurzeln des WGM 75 Jahren zurück, als 1934 im Marstall des Karlsruher Schlosses das Badische Armeemuseum eingerichtet wurde.
Der derzeitige Leiter des WGM, Alexander Jordan, lobte die sehr gute Kooperation mit der Stadt Rastatt und OB Hans Jürgen Pütsch gab ein klares Bekenntnis zu "einem der bedeutendsten Museen seiner Art in der Region, in Deutschland oder gar in Europa" ab. Das Rastatter Stadtoberhaupt ging auch auf den entscheidenden Einschnitt für die Sammlungen des WGM ein, als nach der Wiedervereinigung manches Exponat nach Dresden abwanderte. Da man auch Rastatt und Südwestdeutschland im WGM besonders berücksichtige, sei die Stadt laut Pütsch weiterhin am Erhalt des WGM interessiert - "Rastatt will sich weiter um den Erhalt der musealen Bildungsstätte bemühen."
Auch Friedhelm Klein für die Freunde des WGM versprach weitere Unterstützung für das dreiköpfige Team um Alexander Jordan beim "Sammeln, Erhalten, Forschen und Präsentieren ". Für das Militärgeschichtliche Forschungsamt in Potsdam sprach Oberstleutnant Harald Potempa beim Festakt des WGM. Er hob die Vorreiterrolle des Museums in Rastatt [hervor] in puncto Aufbereitung der Wehrgeschichte [...]. Gerade in Rastatt könne der Rollenwandel des Militär ("Gegen Demokraten helfen nur Soldaten") zum "Staatsbürger in Uniform" deutlich nachvollzogen werden. Jordan wies darauf hin, dass man zukunftig auch mehr die Jugend erreichen wolle. Dank eines in den Medien geweckten Geschichtsinteresses wolle man nicht nur Bilder, sondern auch Exponate im Original sehen.
Im aktuellen über 50 Seiten starken Katalog unter dem Titel "Gang durch die Geschichte" werden die "Schätze" des WGM dokumentiert. So präsentiert man bis zum 31. Oktober im Südflügel des Rastatter Schlosses beispielsweise detailgetreue Schiffsmodelle aus dem 19. Jahrhundert, welche dem badischen Großherzog und seiner Familie geschenkt wurden. Die Fahnenstangen Rastatter Regimenter und selten präsentierte Uniformen runden die Präsentation ab. Ein Highlight dabei ist sicher die Uniform des berühmten Grafen Zeppelin mit originalem Säbel und Ulanen-Kopfbedeckung. Nur um die Ecke wartet dort in der Dauerausstellung die Uniform des letzten deutschen Kaisers, Wilhelm II., in einer Vitrine auf die Besucher.

Badische Neueste Nachrichten, 20.07.2009

Zwischen Heldenmut und "Todesmärschen"

WGM feiert mit Sonderausstellung 75 Jahre Bestehen


Von unserem Redaktionsmitglied Heike Schaub
Rastatt. Als "Gang durch die Geschichte" ist die neue Sonderausstellung "75 Jahre Wehrgeschichtliches Museum Rastatt" konzipiert, die am Freitag, 17. Juli, eröffnet wird: Ausstellungsplakate der letzten Jahre dokumentieren bereits im Eingangsbereich die unterschiedlichsten Themen von den deutsch-jüdischen Soldaten (1981), über "Pferd & Militär" (1998) und "Militärstadt Rastatt" (2003) bis zur erfolgreichen Ausstellung über die Markgräfin Sibylla Augusta (2008) - letztere verschaffte dem WGM 21 000 Besucher. "Anhand ausgewählter Themenkomplexe der letzten 75 Jahre wollen wir die Geschichte des Hauses und die unterschiedlichen militärischen Aspekte zeigen", so Museumsleiter Alexander Jordan.
Aus dem umfangreichen Fundus des WGM werden dabei seltene Fundstücke gezeigt wie etwa ein sechs Meter langes Propagandaplakat der Franzosen von 1915, dass die deutschen Soldaten im elsässischen Schützengraben zur Aufgabe motivieren sollte. Der Erste Weltkrieg nimmt mit Uniformen, Schiffsmodellen ("die haben früher in maßstabsgetreuer Formation Unmengen von Platz eingenommen"), Karten zum Kolonialbesitz oder Festungen, Bilder vom Giftgasangriff und Fotos aus dem Schützengraben breiten Raum in der Ausstellung ein. Gleichzeitig verweist der Themenschwerpunkt auf die Gründung des WGM als Badisches Armeemuseum 1934, dessen erster Leiter Erich Blankenhorn den Gefallenen nicht nur des Ersten Weltkriegs Gedenken wollte. Eine eigene Vitrine mit dessen Polizeiunform erinnert an das Wirken des ehemaligen Chefs der badischen Landespolizei, der von den Nationalsozialisten in den Ruhestand geschickt wurde.
Ein Raum im Südflügel ist dem Zweiten Weltkrieg gewidmet, dass bei den bisherigen Sonderausstellungen mangels Platz und Exponaten bisher zu wenig thematisiert wurde, bedauert Jordan. Umso eindrücklicher ist dafür das Bild "Der Todesmarsch von Stalingrad" (1943/48) mit erschöpften und dick eingemummten Soldaten der 6. Armee beim Gang in die sowjetische Gefangenschaft, während gleich daneben ein heroischer Wehrmachtssoldat gezeigt wird. Blechnäpfe, ein selbstgebasteltes hölzernes Fotoalbum und eine wattierte Steppjacke aus einem sowjetischen Gefangenenlager sind die Antwort auf Konzentrationslager der Nationalsozialisten, deren Lage im besetzten Polen auf einer Karte gezeigt wird.
Ausstellungen und Führungen sind ohne die ideelle und finanzielle Hilfe der Vereinigung der Freunde des WGM nicht möglich, die fast 250 Mitglieder hat und in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen feiert. Gegenwärtig 17 Ehrenamtliche machen es außerdem möglich, dass das WGM die ganze Woche zugänglich ist. "Mit drei Festangestellten sind wir am untersten Limit", verweist Jordan auf wöchentliche Anfragen von Sammlern, Wissenschaftlern oder Freunden des "Reenactments" (Nachstellung) nach zusätzlichen Informationen.

Badische Neueste Nachrichten, 15.07.2009

Ausstellung „Kunst oder Militärkitsch?" im WGM: 280 Objekte beleuchten Reservistenkult

Nostalgische Erinnerungen an Militärzeit

Rastatt (rws). Man fühlt sich in eine andere Zeit versetzt, wenn man im ersten Stock des Südflügels der Barockresidenz die jüngste Präsentation einer Studiensammlung des Wehrgeschichtlichen Museums (WGM) bestaunt. Unter dem Titel, „Kunst oder Militärkitsch?“, wurde gestern die Ausstellung eröffnet, die sich Reservistika und soldatischen Erinnerungsstücken bis zum Ende des Ersten Weltkriegs widmet.
So wie der vormalige Leiter des WGM, Dr. Kai Uwe Tapken, der die Begrüßung bei der Eröffnung vornahm, ist der aktuelle WGM-Leiter Dr. Alexander Jordan stolz darauf, solch attraktive Memorabilien an die Militärzeit präsentieren zu können. Sie ebnen das Verständnis und geben Einblicke in die Intention des Kaiserreichs, in dem der Militarismus wie selbstverständlich den Alltag geprägt hatte.
„Aufgrund einer Stiftung von 89 Reservistenkrügen im Jahr 2007 sind wir in der Lage durch die Ergänzung unserer Bestände, immerhin 280 Objekte zeigen zu können, welche den Reservistenkult beleuchten“, äußerte WGM-Leiter, Dr. Jordan. Der Besucher kann beim Studium der Motive von Reservistenkrügen lange verweilen. So interessant sind die dargestellten Motive und markigen Sprüche.
Bis zum Ende des Ersten Weltkriegs war es auch für die Regimenter der Rastatter Garnison, welche zum 14. Armeekorps gehörten, üblich, ihre Freude über das Ende ihrer Militär-Zeit und das kommende Bereithalten als Reservesoldat kund zu tun. Man orderte bei speziellen Firmen Reservistenbilder, Reservistenflaschen, Reservistenstöcke, Reservistenpfeifen, aber gerade auch die attraktiven Porzellankrüge (später in Steinzeug). Die damals teuren Erinnerungsstücke hatten eigentlich stets die gleichen Elemente: Deckel, Krugkörper, Daumenrast, Namensleisten und Bodenbilder.
Dr. Jordan und sein kleines, emsiges Mitarbeiterteam können dazu einen optischen Leckerbissen in der aktuellen Ausstellung bieten. Über Rastatter Regimenter, so das Infanterieregiment 111, werden gerade aus Baden-Württemberg und Bayern „Sahnestücke“ an Reservistenkrügen präsentiert. Dazu gesellen sich Kuriositäten, wie (…) ein köstlich anzusehender preußischer Gardeoffizier, auf einem Fass sitzend, mit einer Bierflasche in der Hand.
„Hier geht es auch um Erinnerungskultur, die bewahrt wird“, fügt Dr. Alexander Jordan an. Er weist auf den Wandel hin, als sich schon während des Ersten Weltkriegs die „Philosophie“ bei Militärsouvenirs änderte. Das Säbelrasseln und Idealisierende der Militärzeit vor 1914 wird zum Heroisierenden. (…)

Badische Neueste Nachrichten, 06/07.12.2008

Staatssekretär Dietrich Birk lobt Rastatter Museum

Bekenntnis zum WGM

Rastatt (ema) - Ein „klares Bekenntnis“ zum Wehrgeschichtlichen Museum (WGM) legte gestern der Staatssekretär im Stuttgarter Wissenschaftsministerium, Dietrich Birk (CDU), ab. Es sei wichtig, die Militärgeschichte in all ihren auch grausamen Facetten zu beleuchten, sagte Birk bei einem vom Landtagsabgeordneten Karl-Wolfgang Jägel (CDU) initiierten Besuch im WGM. Rastatt mit seiner Geschichte sei prädestiniert als Museumsstandort, sagte Birk nach einer Führung durch Museumsleiter Alexander Jordan. (…) Die Verbindung von Residenz und Museum bezeichnete der Staatssekretär als „sehr gelungen“. (…) Vor dem Hintergrund früherer Turbulenzen zeigte sich Jägel froh darüber, dass das Land hinter dem WGM steht. Mit Blick auf eine große Landesausstellung 2014 über den 1. Weltkrieg kündigte Birk an, dass bei der Konzeption auch das WGM eingebunden werde.
Badisches Tagblatt, 25.10.2008

Krieg zwischen Triumph und Schrecken

130 Exponate in der Ausstellung „Extra schön“
halten Erinnerungen an „Türkenlouis“ wach

Rastatt (rws). „Erinnerungen an den Türkenlouis“ ist eine spezielle Schau mit 130 Exponaten überschrieben, die im Rahmen der Ausstellung „Extra Schön“ zum 275. Todestag der Markgräfin Augusta Sibylla im Schloss Rastatt präsentiert wird. „Durch den Glanz des Gatten wurde Augusta Sibylla trotz ihrer Verdienste bisher stiefmütterlich behandelt“, erläutert Hausherr Dr. Alexander Jordan, der neue Leiter des WGM, in dessen Räumlichkeiten die bisher gut besuchte Ausstellung zu sehen ist.
Eine Bestätigung für die Bedeutung des Wehrgeschichtlichen Museum sieht Jordan in dem Umstand, dass private Leihgeber und das „Centraal Museum Utrecht“ bereit waren, Ausnahmeexponate beizusteuern. So findet sich zunächst eine Bild mit dem „lockigen“ Ludwig Wilhelm sowie wertvolle Stücke aus der Türkenbeute der badischen Markgrafen. „Wir wollten neben dem Triumph des badischen Feldherren auch mit Gemälden und Stichen die Grausamkeit und den Schrecken des Krieges vor Augen führen“ so Jordan.
Jordans Vorgänger, Kai-Uwe Tapken, hatte die Ausstellung vorbereitet und dabei auch wertvolle Stücke aus dem Fundus des WGM mit einbezogen. So kann man einen handgezeichneten Plan um 1700 von den Bühl-Stollhofener-Linien und einen seltenen Plan mit der „Staatsachse“ von Rastatt nach Ettlingen sehen. In einem Diorama mit mehr als 230 Zinnfiguren wird das Heerwesen um 1690 und die Belagerung von Landau vor Augen geführt.
Beeindruckend ist die komplett zusammengestellte Ausrüstung eines markgräflichen Kämpfers um 1700. Da finden sich ein originaler Reiterdegen, ein Kürass (Brustpanzer), Reiterstiefel, aber auch eine „Zischägge“ nach dem Vorbild einer orientalischen Reiterhaube, die einen besseren Kopf-und Nackenschutz bot.
Um den Frieden von Rastatt und Utrecht von 1714 zu dokumentieren, hat das Stadtarchiv Ravensburg eine überdimensionierte Schützenscheibe zur Verfügung gestellt. Außerdem laden authentische niederländische Gemälde, sowie Medaillen in Silber und Gold zum Betrachten ein. So findet sich neben zwei wertvollen Vitrinentischen aus Utrecht auch ein Kavallerist mit Uniform und Gewehr um 1700.
In einer „Traditionsvitrine" wird auf den Türkenlouis und seine Rezeptionsgeschichte verwiesen. Im Mittelpunkt steht das Infanterie Regiment 111 in Rastatt, das den Namen des Markgrafen Ludwig Wilhelm trug. (…)
Badische Neueste Nachrichten, 19.07.2008

Neuer WGM-Leiter zu erstem Gespräch mit OB Putsch im Rathaus / Ziel:

Zusammenarbeit intensivieren

Rastatt (red) - Rastatts OB Hans Jürgen Putsch hat gestern den neuen Leiter des Wehrgeschichtlichen Museums (WGM), Alexander Jordan, im Rathaus willkommen geheißen. In einem ersten Gespräch tauschten sich der OB und der Museumsleiter laut Pressemitteilung unter anderem über die künftige Zusammenarbeit der Stadt Rastatt und des WGM aus. Beide seien sich darin einig gewesen, dieses Zusammenwirken zu intensivieren und die Museen in Rastatt stärker in ein Tourismuskonzept einzubinden. Wie es weiter heißt, erhoffen sich Putsch und Jordan dadurch nicht zuletzt mehr Besucher für alle Museen in der Stadt.
Badisches Tagblatt, 02.07.2008

Militärgeschichte auch für die Jugend

Alexander Jordan wird Mitte Juni neuer Leiter des Wehrgeschichtlichen Museums

Rastatt (bru). „Ich möchte einem jüngeren Publikum die Militärgeschichte zugänglich machen“, sagt Dr. Alexander Jordan. Er wird Mitte des Monats die Nachfolge von Dr. Kai Uwe Tapken als Leiter des Wehrgeschichtlichen Museums im Schloss antreten. Alexander Jordan ist selbst noch jung, gerade 32 Jahre alt, frisch promoviert und hoch motiviert, wie er selbst sagt. (…) Nach dem Abitur hatte Alexander Jordan, der aus Füssen im Allgäu stammt, erst einmal eine Banklehre absolviert, bevor er in Bamberg mit seinem Studium der Geschichte, Politik und Betriebswirtschaftslehre begann. Er studierte in Deutschland und Großbritannien und seine wissenschaftlichen Arbeiten oder seine Mitarbeit an Ausstellungen kreisten fast immer um ein Thema: Die Militärgeschichte. Folgerichtig führte auch seine Doktorarbeit in dieselbe Richtung. ,,Krieg um die Alpen 1914 bis 1918. Der Erste Weltkrieg im Alpenraum und der bayerische Grenzschutz in Tirol lautete der Titel des Werks, mit dem er im vergangenen Jahr den Doktortitel erwarb.
Voller Begeisterung widmet sich der junge Museumsleiter nun seiner neuen Aufgabe: „Es ist fantastisch, was mit dem Engagement der ehrenamtlichen Kräfte hier schon alles erreicht wurde“, sagt Jordan, der das Rastatter Museum auch in der Vergangenheit schon „aus der Ferne“ beobachtete und immer wieder besuchte.
Neben seinen historischen Kenntnissen und seinem Spezialgebiet der Militärgeschichte bringt Jordan - durch Banklehre und Studium - auch noch betriebswirtschaftliche Kenntnisse mit. „Die werden mir sicher helfen bei meiner Arbeit als Museumsleiter, um das vorhandene Budget so effektiv wie möglich einzusetzen.“ Alexander Jordan ist überzeugt, dass er seinen „Traumjob“ gefunden hat.
Badische Neueste Nachrichten, 05.06.2008

Kein verstaubtes Kriegsmuseum alter Art

Lohnenswertes Ziel

Das Wehrgeschichtliche Museum Schloss Rastatt betreut heute einen Fundus von zirka 80 000 Exponaten, die zum überwiegenden Teil dem Land Baden-Württemberg gehören. Daher ist das Jubiläumsjahr [des Landes Baden-Württemberg] ein geeigneter Anlass, an diese im Land einzigartige Institution zu erinnern, welche heute trotz aller Widrigkeiten der vergangenen Zeit immerhin 68 Jahre alt geworden ist. (...) Nach Jahren der Schließung, die das Museum in der Öffentlichkeit fast dem Vergessen anheim fallen ließen, und dennoch intensiver Arbeit hinter den Kulissen, konnte das Museum schließlich 1999 in neu renovierten Räumen des Schloss-Südflügels wieder eröffnet werden und sich der Öffentlichkeit mit einer völlig neuen und vor allem gelungenen Ausstellung präsentieren. Seit 1996 steht es nicht mehr unter der Leitung der Bundeswehr, sondern ist nun eine eigenständige GmbH, getragen durch das Land Baden-Württemberg, die Stadt Rastatt und einen Förderverein, über den auch das Bundesministerium der Verteidigung weiter am Unterhalt des Museums beteiligt ist. (...) Das Wehrgeschichtliche Museum ist so, wie es sich heute darstellt, kein verstaubtes Kriegsmuseum alter Art. Es fühlt sich einer modernen Militärgeschichte mit all ihren Facetten verbunden. (...) Neben dem allgemeinen historischen Rundgang wird das Wehrgeschichtliche Museum in diesem Jahr seine ersten Studiensammlungen über Militäreffekten und Blankwaffen eröffnen (...)."
Deutsches Waffenjournal, April 2002, S.16f.

 

Wehrgeschichtliches Museum zeigt
Waffenkonstruktionen des 19. Jahrhunderts

Die Sonderausstellung als Experimentierfeld

Rastatt (sb) "Von der SteinSchlossflinte zum Repetiergewehr" heißt die neueste Sonderausstellung im Wehrgeschichtlichen Museum (WGM) Rastatt, die jetzt eröffnet wurde. Dabei werden württembergische Waffenkonstruktionen des 19. Jahrhunderts gezeigt, die nicht nur für ein Fachpublikum, sondern für die breite Öffentlichkeit interessant sind. Denn anhand der Waffen spiegelt sich die industrielle Revolution wieder, die das Jahrhundert nach der Französischen Revolution besonders prägte. (...). Dabei ist die jetzt eröffnete Sonderausstellung für das WGM ein Feld des Experimentierens. So wird die Sammlung während ihrer Ausstellungszeit weiterentwickelt, was durch die Auseinandersetzung sowohl mit dem fachkundigen Besucher als auch mit dem absoluten Laien geschehen soll. (...).

Rastatt (dm) Im Wehrgeschichtlichen Museum im Rastatter Schloss ist gestern vor knapp 50 Besuchern die Sonderausstellung "Von der SteinSchlossflinte zum Repetiergewehr" eröffnet worden. In sechs Vitrinen wird dort eine Sammlung präsentiert, die laut Museumsdirektor Dr. Joachim Niemeyer in ihrer Geschlossenheit "ein Unikum" ist in Deutschland. (...) Die Ausstellung zeigt den Übergang vom Vorder- zum Hinterlader, den Wandel der Modelle, die Veränderungen in der Schlosskonstruktion, die Kaliberverkleinerung. (...).

Badisches Tagblattvom 31. 8. 2002. / Badische Neueste Nachrichten vom 2. 9. 2002.

Wehrgeschichtliches Museum: Führende Ausstellung

Uniformen, Blank- und Feuerwaffen

(suwa) Die Militärgeschichte des südwestdeutschen Raums ist der Schwerpunkt der Ausstellung im Wehrgeschichtlichen Museum Rastatt. Wer sich hier umsieht, dem begegnet auf Schritt und Tritt die Bedeutung der Region als Brennpunkt europäischer Politik, die nicht selten von kriegerischen Konflikten begleitet war.
(. . .) Das Wehrgeschichtliche Museum wurde 1934 gegründet. Es befindet sich seit 1956 im Rastatter Schloss. Die Exponate stammen aus den militärischen Beständen des Badischen Landesmuseums und Teilen des ehemaligen Württembergischen Armeemuseums. Erweitert wurde die Sammlung durch Stiftungen und Ankäufe.
Die Ausstellung zählt ob ihrer Qualität zu den führenden in Deutschland. Militärgeschichte wird hier in gesellschaftliche Zusammenhänge eingebunden (. . .)"

Mittelbadische Presse, 11. April 2001

WGM Rastatt: Bundesbehörde schickt Vertreter

Ministerium für Museums-Erhalt

Rastatt (BT) - Das Bundesministerium der Verteidigung hat sein Interesse am Erhalt des Wehrgeschichtlichen Museums Rastatt deutlich gemacht. Dies geht hervor aus der Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs beim Bundesminister der Verteidigung, Walter Kolbow, auf eine Anfrage der SPD-Abgeordneten Nicolette Kressl. Der Bitte des Oberbürgermeisters der Stadt Rastatt, Klaus-Eckhard Walker, einen Vertreter zu den schon angelaufenen Verhandlungen zu entsenden, habe das Ministerium mit dem Referatsleiter Bischof entsprochen. Bischof solle als Vertreter des Bundesverteidigungsministeriums künftig in der "Arbeitsgruppe der Zuwendungsgeber" im Interesse des Fortbestands des Wehrgeschichtlichen Museums Rastatt auch über den 31. Januar 2003 hinaus mitwirken. Über die Antwort Kolbows hat Kressl den Oberfinanzpräsidenten und Vorsitzenden des Aufsichtsrats der GmbH Wehrgeschichtliches Museum Rastatt, Manfred Walz, informiert (...)."

Badisches Tagblatt vom 11. 4. 2002

Zur Sonderausstellung "Martin Frost - Chronist des Krieges":

Ein Maler im Schützengraben

Rastatt (dg) - Der Erste Weltkrieg war der erste "moderne Krieg". Und neben der allerneuesten Waffentechnik spielten die neuen Medien - Fotografie und Film - eine nicht unbedeutende Rolle., vor allem als Mittel der Propaganda. (...) Martin Frost, ein akademisch ausgebildeter Maler, war einer der letzten großen Chronisten des Krieges mit Zeichenstift und Pinsel. Und seine Bilder aus dem Ersten Weltkrieg sind nun in einer Sonderausstellung des Wehrgeschichtlichen Museums zu sehen. (...) Das WGM besitzt mehr als 260 Bilder des Kriegsmalers, mit dessen Familie das WGM seit 65 Jahren zusammenarbeitet. Auch zur Ausstellungseröffnung kam eine Enkelin des Malers nach Rastatt. 85 Werke Frosts sind in der Ausstellung zu sehen. Schwerpunkt der Ausstellung bilden Bilder von der Elsassfront, insbesondere die Kämpfe um den Hartmannsweiler Kopf. (...) Frost war ein herausragender Reporter des Wirklichen auf dem Schlachtfeld. Deshalb haben seine Bilder auch heute noch ihren Wert. Die Ausstellung "Martin Frost - Chronist des Krieges" ist noch bis zum 21. Juli im WGM zu sehen."

"(...) Der Künstler Martin Frost (1875 - 1928) gehört weder zu den kriegsverherrlichenden noch verdammenden Künstlern, welche die Episoden des Ersten Weltkriegs in Bildern festgehalten haben. (...) Während Maler wie Franz Marc, Max Beckmann oder Otto Dix die andere, eine unerwünschte Aufarbeitung des Krieges lieferten, dokumentierte der "Zugelassene Kriegsmaler" Martin Frost mit dem Schwerpunkt im Elsass (Hartmannsweiler Kopf) oder dem Grabenkrieg an der Somme in künstlerisch-realistischen Bildern. (...) Nach dem Ende der Sonderausstellung "Martin Frost" wird ein Teil seiner Bilder die Dauerausstellung ergänzen. (...)"

Badische Neueste Nachrichten vom 25. 3. 2002 / Badisches Tagblatt vom 23. 3. 2002

Zur Neueröffnung des Südflügels:

Eine museale Auferstehung (FAZ)

"(...) Zu berichten ist von einer musealen Auferstehung: Heute wird die neue Ausstellung des Wehrgeschichtlichen Museums im Rastatter Schloss feierlich eröffnet, was allein schon ein Wunder ist. Denn Anfang 1996 hatte das Bundesverteidigungsministerium noch die Schließung veranlasst, wodurch eine der bedeutendsten militärgeschichtlichen Sammlungen dieses Landes beinahe zerschlagen worden wäre. (...) Was es in der weiß getünchten Zimmerflucht des Südflügels ab heute zu sehen gibt, ist der zweite Teil des Wunders. Statt ganze Waffenkammern auszuschütten ..., verhilft Museumsdirektor Joachim Niemeyer der Geschichte zum Triumph über das Material. (...) Gut möglich, daß diese feine Geschichtsschau bald Zuwachs erhält. Tausendfünfhundert Quadratmeter Ausstellungsfläche stehen noch zur Verfügung(...)."

"(...) Das rund 16 Millionen Mark teure Werk lobt viele Meister. Schließlich handelt es sich nicht nur um einen Kraftakt des Landes, auch der Bund, die Stadt und alle Gesellschafter der WGM GmbH haben ihren Anteil am Gelingen. Und dass es gelungen ist daran hatten die ersten Gäste keinen Zweifel. (...) Viel Lob von allen Seiten erntete gestern das engagierte Museums-Team.
    Rastatter Tageblatt vom 30. 10. 1999

"(...) Eckhard Salzwedel vom Staatlichen Hochbauamt: 'Das Land hat eine Menge investiert und wollte keine reine Präsentation für Militariasammler mehr!' Vor Ort kann man sich ... überzeugen, dass neue Wege in der jahrzehntelangen Geschichte des WGM beschritten wurden. (...) In den Räumen gibt es zentrale Inszenierungen, Bild-Text-Dokumentationen an den Wänden und eine durchgehende Wandzeitung zur Kultur- und Wirtschaftsgeschichte (...)."

Badische Neueste Nachrichten vom 29. 10. 1999 / Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 29. 10. 1999

Werke in Stein und Öl

Darstellung hält sich strikt an Realität

(…) Mit der Sonderausstellung "Werke in Stein und Öl" im Wehrgeschichtlichen Museum weihte Dr. Gerhard Niemeyer, Leiter des Museums, den neuen Gartensaal im Südflügel des Rastatter Schlosses ein. (…) Die Gemälde des aus Jena stammenden André Brauch, die im Gartensaal zu sehen sind, konzentrieren sich auf die Festungsstadt Straßburg in der Zeit von 1870 bis 1918. Die wie Fotografien wirkenden Ölgemälde halten sich in ihrer Darstellung der Festungsanlage mit den vorgelagerten Forts und Räumen strikt an die Realität. (…) Selbst die Landschaften rund um die aus der Vogelperspektive zu betrachtenden Gebäude entsprechen der Realität. (…) Dr. Gerhard Niemeyer sieht in der Ausstellung einen besonderen Bezug zur Stadt Rastatt als ehemalige Festung und hofft, auch diese eines Tages in Öl auf den Leinwänden im Wehrgeschichtlichen Museum zu finden.

Badische Neueste Nachrichten, 5. September 2000

Sonderschau mit militärischen Porzellanfiguren bis 10. Juni im Wehrgeschichtlichen Museum zu sehen
80 filigrane Exponate

"Zerbrechliche Helden"

Rastatt (sko) Im Wehrgeschichtlichen Museum Rastatt können seit gestern "Zerbrechliche Helden" bestaunt werden. In einer Sonderschau werden rund 80 militärische Figuren aus der Dresdener Porzellanmanufaktur gezeigt.
Die Ausstellung (...) ist eher ein Zufallsprodukt, sagt Michael Seifert, Assistent im Controlling der Dresdner Porzellanmanufaktur. Er hat 1999 als Praktikant den Dachboden der Firma aufgeräumt. Und dabei fand er etliche militärische Figuren. Anhand der Produktionsnummern konnte Seifert feststellen, für welche Figuren noch Gussformen im Lager vorhanden waren. "Und wir haben Glück: Für die meisten Figuren gibt es noch Formen", erzählt der Dresdner. (...)
Zu sehen sind ausgefallene und farbenfrohe Figuren, die die Begeisterung um Napoleonwiederspiegeln. (...) Auch filigrane Abbilder von Katharina der Großen, vom Adjutanten des Fürsten von Ponte Corvo und von Friedrich dem Großen werden gezeigt, und Napoleon zu Pferd kann ebenfalls betrachtet werden.   

Sonderausstellung

Zerbrechliche Helden im Schloss

Rastatt (rws) Die Porzellanmanufaktur Dresden präsentiert bis zum 10. Juni in den Räumen des Wehrgeschlichtlichen Museums (WGM) im Rastatter Schloss fast 100 Exponate. "Zerbrechliche Helden" ist die Zusammenschau zur hohen künstlerischen Meisterschaft der Sachsen überschrieben. (...) Oberfinanzpräsident Dr. Manfred Walz, Vorsitzender des WGM-Aufsichtsrates, lobte die attraktive Zugabe zur Dauerausstellung. Für die Dokumentation der Detailtreue könne auch der bunte, reich bebilderte Katalog dienen. Er entstand in Zusammenarbeit mit dem Militärhistorischen Museum in Dresden, wodurch ein annehmbarer Preis möglich wurde. Für den Leiter des WGM, Dr. Joachim Niemeyer, stellt die Kooperation mit dem sächsischen Wirtschaftsunternehmen einen zukunftsweisenden Weg dar. Die Ausstellung belege auch den unermüdlichen Einsatz der Mitarbeiter des WGM-Rastatt, welche in mehreren Räumen die Vitrinen mit zerbrechlichen Meisterstücken angemessen postiert hätten. Begeister zeigte sich auch Dr. Klaus-Peter Arnold, der Geschäftsführer der Sächsischen Porzellanmanufaktur (...). Außer Montag ist die Schau der Kostbarkeiten in Porzellan im Rastatter Schloss zu besichtigen.

Badische Neueste Nachrichten, 9. April 2001 / Badisches Tagblatt, 7. April 2001

Sonderausstellung im WGM mit Werken des Architekturmalers André Brauch eröffnet

Kunst der Festung

Rastatt (fvo) - Befestigungskunst von 1870 bis 1918 zeigt eine Sonderausstellung im Wehrgeschichtlichen Museum mit dem Titel "Werke in Stein und Öl" (…). Die Gemälde stammen von André Brauch, einem 1965 geborenen Künstler aus Jena, der sich auf die Darstellung von Festungen spezialisiert hat. (…) Die Ausstellung ist bis zum 15. Oktober geöffnet (Dienstag bis Sonntag von 9.30 bis 17 Uhr).
 
Badisches Tagblatt, 2. September 2000