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Sonderausstellung des Wehrgeschichtlichen Museums Rastatt seit 13. Februar im Schwedischen Armeemuseum in Stockholm zu sehen

Seit 13. Februar können Besucher des Schwedischen Armeemuseums in Stockholm eine Ausstellung des Rastatter Wehrgeschichtlichen Museums bewundern.

Das schwedische Armeemuseum wurde 1943 gegründet und befindet sich nahe des Stadtzentrums von Stockholm. Nach längeren Renovierungsarbeiten wurde es 2002 wiedereröffnet. Es widmet sich der Militärgeschichte Schwedens, seiner militärischen Neutralitätspolitik sowie natürlich der Schwedischen Armee. Das Bauwerk, in dem sich das Museum befindet, wurde 1770 als Arsenal für die Produktion und Lagerung von Artilleriewaffen errichtet. 1879 wurde in Teilen des Gebäudes bereits ein Artillerie-museum eingerichtet.

Im Armeemuseum Stockholm wurden in Erinnerung an den Ersten Weltkrieg seit 2014 bereits mehre-re Fotoausstellungen von Kooperationspartnern aus 15 verschiedenen Nationen gezeigt. Zuletzt eine Ausstellung aus den USA, wobei u.a. auch Kanada, Griechenland, Großbritannien, Russland, Serbien und Belgien teilgenommen haben. Den Abschluss bietet nun die Ausstellung aus Rastatt.

Diese Sonderausstellung trägt den Titel „Kriegsbilder von der Elsassfront / Krigsbilder från Alsacefron-ten“. Es geht um den Ersten Weltkrieg im Elsass und in den Vogesen 1914-18. Dabei handelt es sich um einen häufig vernachlässigten Kriegsschauplatz.

Die Eröffnung am 13. Februar wurde von der Deutschen Botschaft in Stockholm tatkräftig unter-stützt. Frau Wiltrud Kern, Leiterin Kultur&Wissenschaft der Botschaft, der Direktor des Armeemuse-ums Dr. Stefan Lundblad und Dr. Jordan aus Rastatt eröffneten die Ausstellung mit kurzen Reden. Unter den rund 80 Gästen befand sich eine große Zahl ausländischer Diplomaten. Es nahmen etwa die Botschafter Griechenlands, Zyperns, Bosnien-Herzegowinas, Belgiens, Rumäniens, Kasachstans sowie der deutsche Botschafter in Stockholm, Dr. Hans-Jürgen Heimsoeth teil. Da eine militärhistori-sche Ausstellung gezeigt wurde waren auch zahlreiche interessierte Militärattachés vertreten, so aus Großbritannien, USA, Türkei, Serbien, Russland und China.

Näheres auch bei den schwedischen Kollegen hier

Aktuelle Sonderausstellung

 

„Die kahlen, kalten Berge…“ – Der Erste Weltkrieg im Alpenraum, die Deutsche Gebirgstruppe und das Württembergische Gebirgsbataillon

 

Sonderausstellung des Wehrgeschichtlichen Museums Rastatt vom 21. Oktober 2017 bis 15. April 2018

       Verlängert bis 13. Mai 2018

 

Im Herbst 2017 jährt sich zum 100. Mal eine der größten Schlachten des Ersten Weltkrieges: Am 24. Oktober 1917 begann die 12. Isonzoschlacht, die als ‚Wunder von Karfreit‘ oder auch ‚Katastrophe von Caporetto‘ bekannt wurde. Innerhalb weniger Tage gelang es den Verbündeten Österreich-Ungarn und Deutschland, die italienischen Linien zu überrennen, nachdem zuvor ein erbitterter Stellungskrieg in den Alpen stattgefunden hatte.

Die Alpenfront hat unter den verschiedenen Fronten des Ersten Weltkrieges einen besonderen Rang: Nirgends sonst bot sich den Soldaten so schwieriges Gelände, gepaart mit widrigsten Witterungsbedingungen. Die Strapazen und Leistungen aller Kriegsbeteiligten an den Gebirgsfronten sind noch heute erschütternd.

Die Geschichte der Deutschen Gebirgstruppe ist eng mit den Kämpfen in den Alpen verbunden. Das Alpenkorps wurde während des Krieges im Mai 1915 aufgestellt, als man einen italienischen Angriff von Süden her befürchtete. In Württemberg und Bayern formierte man bereits im Dezember 1914 Schneeschuh-Kompanien, die später im Württembergischen Gebirgsbataillon und im Alpenkorps aufgingen. Dieser Geschichte spürt die Ausstellung nach und vereint einzigartige Objekte mit beeindruckenden Originalfotografien.

Nähere Informationen finden Sie, wenn Sie auf das Plakat oder hier klicken.

 

 

Katalog und Führer durch die Dauerausstellung

Der Begleitband bietet auf 300 Seiten mit 350 farbigen Abbildungen sowie zahlreichen Karten und Skizzen einen hervorragenden Überblick über die Dauerausstellung. Gleichzeitig ermöglicht der neue Führer einen leicht geschriebenen und verständlichen Einstieg in die deutsche Militärgeschichte vom ausgehenden Mittelalter bis zum Ende des Ersten Weltkrieges. Vordringlich schildert er die Entwicklung des deutschen Südwestens.

Im Mittelpunkt stehen die zahlreichen außergewöhnlichen Objekte, die durch die jahrzehntelange Sammeltätigkeit von Museum und Vereinigung einen einzigartigen Schatz bilden. Unter anderem zu sehen sind das Urmodell der Gulaschkanone von 1814, die Totenmaske Napoleons oder der Paraderock Kaiser Wilhelms II. Gezielte Literaturhinweise ermöglichen dem Leser die Vertiefung und bieten somit einen Überblick über den derzeitigen Stand der Forschung.

Der Katalog ist für 20,- € im Wehrgeschichtlichen Museum und im Buchhandel erhältlich.